/ Wort zum Tag

Sprüche 20,12

Bibelvers

Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.

Sprüche 20,12

Was bin ich dankbar, daß nach meiner schwierigen Augenoperation vor 14 Jahren mein Sehvermögen völlig erhalten blieb. Im Unterschied zu meinem Vater, der 1943 schwer-verwundet -  mit nur noch 3 Prozent Augenlicht - vom Krieg zurückgekommen war. Ich bin – bestimmt mit Ihnen, falls Sie auch gut sehen können – sehr dankbar. Und zwar dankbar dem Schöpfer, der mir bereits bei meiner Zeugung diese sehenden Augen eingepflanzt hat.
Wie wäre mir die Sicht der Welt eingeschränkt, wenn ich nicht  im Winter die verschnei-ten Berge, im Frühling das Erwachen der Blumen, im Herbst die goldgelben Weinberge und dann und wann im Lauf des Jahres ein scheues Reh sehen könnte. Wenn ich nicht mit meinen Augen in die Augen meiner Frau oder meiner Kinder schauen dürfte.

Der Spruch des Königs Salomo aus dem heutigen WORT ZUM TAG - vom hörenden Ohr - erinnert mich auch an folgendes:
Immer mehr Verwandte und Freunde meiner Generation, so ab 70, erscheinen plötzlich etwas verschämt mit einer Hörhilfe am Ohr. Was bin ich dankbar, daß ich noch ohne Mühe das Piepsen einer Maus oder das Flüstern von Besuchern  in einer Kirchenbank vernehmen kann. Dankbar aber auch für medizinische Geräte, die Patienten das Hören verbessern. Dankbar dem Schöpfer, der für all unsre Sinne verantwortlich zeichnet.
Schauen Sie sich mal bewußt im Spiegel Ihr Gesicht an. Und danken Gott zunächst für Ihre 4 sogenannten rezeptiven Sinnesorgane. Mit denen Sie die Außenwelt aufnehmen. Danken Sie der Reihe nach für die Augen. Sie stehen für das Sehen. Die Ohren für das Hören. Die Nase für das Riechen. Der Mund für das Schmecken.
Nun sind diese Organe allerdings auch gefährdet:  Man kann sie wie Antennen auf Störsender einstellen.
Spannend ist, was im heutigen neutestamentlichen Bibelvers berichtet wird: Am Nachmittag seiner Auferstehung von den Toten öffnet Jesus zwei verzweifelten Wanderern die inneren Augen, damit sie den Heilsplan Gottes verstehen. Seinen Plan mit Kreuz und Auferstehung. Man kann sagen, Jesus gibt den beiden Jüngern Anteil an seinem eigenen Sinnes-Organ, dem Heiligen Geist.
Wenn Jesus nämlich seinen Geist in unser Herz gießt, vergeht uns nicht Hören und Sehen, sondern es beginnt erst richtig. Dann können auch der Blinde und der Taube sehen und hören. Durch Jesu Geist kann man das aufnehmen, was heilsam ist. Und das Schädliche ausfiltern.
Wir dürfen dann schmecken und fühlen, wie freundlich der Herr ist. Und können hören, wie Jünger hören. Und unbeschreiblich Schönes voraussehen. 
Es steigt zumindest als Ahnung und Vorfreude in uns auf: Das, was kein Auge vor dem Ostersieg Jesu je gesehen hatte. Nämlich welche Herrlichkeiten der Jesusnachfolger einst in Gottes Reich erleben wird.
Das dreidimensionale Fernsehen von heute ist nichts dagegen. Denn man darf einst in einer vieldimensionalen Schau mitten drin sein, - am Thron Gottes: Bei den zahllosen Engeln. Mit vollendeten Ohren Jesus hören. Und  mit vollendeten Augen  Ihn sehen von Angesicht zu Angesicht.

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