/ Wort zum Tag

Lukas 2,20

Bibelvers

"Die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Lukas 2,20

Drei Grundgedanken haben mich beim Nachdenken beschäftigt:

Was haben die Hirten gehört ?
Die Engel, die den Hirten von Bethlehem damals die frohe Nachricht von der Geburt Jesu verkündigten, sprachen vom Heiland, der geboren ist, der auch gleichzeitig der Herr ist, der Herr der Welt. Der Heiland ist geboren. Ein Retter also für die verachteten Hirten von Bethlehem. Ein Heiland, der sie in ihren schwierigen Verhältnissen ernst nimmt und sich um sie kümmert. Gott selbst erbarmt sich über die Hirten. Er wendet sich ihnen zu. Er greift ein, um ihnen in ihrer Situation seine Hilfe anzubieten. Ja, Gott gibt in unsere heillose Welt das Heilmittel, das ausreicht für jeden Schaden, den die Sünde in unserem Leben angerichtet hat. In Jesus zeigt uns Gott aber auch gleichzeitig den  Herrn der Welt, dem alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden, wie wir es später aus dem Mund Jesu selber hören. Und der Hinweis der Engel auf die Stadt Davids zeigt uns, dass Jesus der verheißene Messias ist, der für alle Welt die Erlösung bringt.

Was haben die Hirten  gesehen?
Ein kleines Kind in einer Krippe, das später den Namen Jesus bekam. Sie fanden es in einem Stall, außerhalb der betriebsamen Stadt Bethlehem. Dazu die Eltern des kleinen Kindes, Maria und Josef. Die Hirten sahen armselige Verhältnisse. Für das Kind gab es kein weiches Daunenbett, sondern nur eine harte Strohunterlage. Vielleicht starrten tatsächlich ein Ochse und ein Esel auf das sonderbare Geschehen in ihrer recht unwirtlichen Umgebung, das überhaupt keine Anzeichen ergab für eine Entbindungsstation. Und ob Maria und Josef das Traumpaar waren, das es zu bewundern gab? Die trübselige Stalllaterne ließ das neugeborene Kind sicher nicht in dem Glanz erstrahlen, wie wir es heute hin und wieder sehen können. Nein, der Anblick dieser Szene war sicher nicht dazu angetan, die Hirten in Freudenschreie ausbrechen zu lassen.

Was ist daran so entzückend, sodass die Hirten fröhlich lobend an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten?  
Offensichtlich haben die Hirten damals das entdeckt, was auch wir in unserem manchmal so stumpfsinnigen Alltag entdecken können: Gott ist da! Er ist da, inmitten aller Armseligkeit. Er ist gegenwärtig, auch in den unmöglichsten Situationen. Er ist nicht gebunden an Komfort und Stil. Er, Gott, kommt in die trostlosesten Verhältnisse. Er lässt sein Licht aufleuchten gerade auch dort, wo wir uns sonst lieber wegducken, weil wir uns unserer Ärmlichkeit schämen. Und das entdeckten die Hirten auch: Gott löst sein Wort ein! Er hält, was er verspricht. So sind die Hirten wohl die ersten Zeugen im Neuen Testament, die festgestellt haben: Auf Gottes Wort ist Verlass. Was die Engel als Boten Gottes ihnen sagten, stimmt. Es lohnt sich, auf das Wort der Boten des Evangeliums zu hören, auch wenn die Umstände alles andere als logisch oder würdig erscheinen. Und dann haben die Hirten wohl auch verstanden, was uns in der Weihnachtsgeschichte so eindrücklich beschrieben wird: Gott kommt auch in die einfachsten Verhältnisse, also auch zu dir und mir, auch wenn wir nicht zur Elite dieser Welt gehören. Ist das nicht ein echter Grund zur Freude?

 

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