/ Wort zum Tag

Johannes 14,26

Bibelvers

„Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

Johannes 14,26

Bis vor etwa 40 Jahren war es noch üblich, in Kriegsgebieten wenigstens während Weihnachten die Waffen ruhen zu lassen – um damit allen Parteien etwas Frieden erleben zu lassen.
Das ist vorbei; nicht einmal der UNO oder dem Roten Kreuz gelingt das noch. Seit fast 3 Wochen feiern wir Advent. Wir stehen kurz vor vier Weihnachtstagen.
Bei aller Vorfreude werde ich auch in diesen Tagen die Realitäten dieser Welt nicht los! Und im Unterschied zu uns hier in der Mitte Europas ist es ja Millionen von Menschen – und auch Millionen von Christen – nicht nach Feiern zumute. Es gibt Vieles zu beweinen und zu beklagen. Auch an Weihnachten wird die Frohe Botschaft von Hiobsbotschaften konkurrenziert. Und so feiere ich als Christ Weihnachten – in der Spannung zwischen Freude und Trauer, Dank und Mitleid, Hoffnung und bitterer Realität. Und dieser Spannungsbogen ist gerade jetzt nicht leicht auszuhalten.

Im heutigen Bibelwort gibt mir Jesus selbst pünktlich vor Weihnachten einen wichtigen Hinweis:
„Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ ( Johannes 14,26)
Ich muss also diese Spannungen in dieser irdischen Welt nicht alleine aushalten. Jesus verspricht mir und uns einen „Tröster“, einen Beistand, einen Lehrer: den Heiligen Geist, also den Geist des Gottes, der „Immanuel – Gott mit uns“ heisst.

Können Christen nun in aller Ruhe und zufrieden Weihnachten feiern?  Nein und Ja!

Vorerst zum Nein: Der Heilige Geist erinnert uns daran, dass Jesus ins Elend der Welt hineingeboren wurde und als elender Verbrecher am Kreuz der Römer starb, um  s o  das Elend dieser Welt zu überwinden!
Und der Heilige Geist erinnert uns auch an die Seligpreisungen: Nicht die Reichen, Satten, Streitsüchtigen, Habgierigen, Zufriedenen, Selbstgenügsamen und Egoisten, sondern die Armen, Leidenden, Hungrigen, Verfolgten, Sanftmütigen, Barmherzigen und Friedensstifter werden von Jesus glücklich gepriesen! 
Und der Heilige Geist erinnert uns auch daran, dass die ganze geplagte Schöpfung seufzt, ächzt, stöhnt und sich nach Erlösung sehnt und dass Jesus Christus diese endgültige Welterlösung bringen wird!
Wenn uns der Heilige Geist also an die Realität einer unerlösten, der Sünde verfallenen und bedrohten Welt erinnert, dann vergeht uns also jegliche sentimental-kleinbürgerliche Weihnachtsromantik!

Aber es gibt auch ein Ja!
Ja, wir dürfen Weihnachten feiern, weil uns der Heilige Geist daran erinnert, dass Gott in Jesus Christus Mensch – also einer von uns! – geworden ist! Nun kann ich Gott endlich kennen lernen, denn Jesus ist das menschliche Antlitz Gottes! Wenn ich Jesu Leben, Lehre und Wirken betrachte, dann erfahre ich, dass Gott mit mir ist und wie er zu mir und für mich ist: Ich bin bei Gott geborgen!
Und der Heilige Geist tröstet uns mit den Worten Jesu, die wir brauchen!
„In der Welt habt ihr – auch an Weihnachten 2012 – Angst, aber seid getrost, ich habe diese Welt bereits überwunden!“ Deshalb können Christen trotz allem und dennoch Weihnachten feiern, denn sie haben eine Hoffnung!
Der Heilige Geist erinnert uns auch an das Wort von Jesus: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid im Alter, in Krankheit,  schwierigen Beziehungen und Arbeitslosigkeit – ich will euch erquicken ... und ihr werdet Ruhe finden für euere Seele!“
Deshalb dürfen Christen auch im Jahr 2012 -  gerade auch im Blick auf Pfingsten - getrost und getröstet Weihnachten feiern!

 

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