/ Wort zum Tag

Sacharja 8,13

Bibelvers

„Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände.“

Sacharja 8,13

Guten Morgen, liebe Hörerin, lieber Hörer, würden Sie sich freuen, wenn der Tag jetzt gleich mit einer Ermahnung beginnen würde? … Ich vermute: Doch eher nicht! Aber das Wort für den heutigen Tag ist eine Ermahnung. Es kommt in verschiedenen Varianten 128-mal in der Bibel vor. Eine Version steht in Sacharja acht, Vers dreizehn. Der Prophet muss den Jerusalemern sagen: „Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände.“ Für mich ist dieser Satz eine Herausforderung. Kann man Furcht und Kraftlosigkeit einfach so „weg-ermahnen“? Ich weiß nicht … Doch wenn das so oft in der Bibel vorkommt, muss ja etwas dran sein. Eine Frage ist dann: Wie kam es dazu, dass die Juden zur Zeit des Sacharja so ermahnt werden mussten?
Die Jerusalemer hatten ein Problem. Eine große Gruppe von ihnen war achtzehn Jahre zuvor aus der Deportation zurückgekehrt. Voller Begeisterung über die neu erlangte Freiheit hatten sie begonnen, ihre Stadt wieder aufzubauen. Auch an den Tempel dachten sie. Ein Grundstein war sogar schon gelegt worden. Aber, dabei war es geblieben. Der Aufbau ihrer bescheidenen Existenz kostete sie unverhältnismäßig viel Kraft. Sie hatten zwar das Gröbste geschafft, aber jetzt war die Luft raus. Sie hatten die Nase voll vom Bauen. Und nun kam der Prophet Haggai und redete ihnen ins Gewissen: Was ist mit dem Tempel? Die meisten blockten ab: Muss das jetzt sein? Soll die Schinderei wieder von vorn beginnen? Außerdem: Das kostet richtig viel Geld. Wir müssten Schulden machen, eigene Investitionen zurückstellen. Es müsste viel Zeit ins Ehrenamt gesteckt, für sogenannten Gotteslohn gearbeitet werden. Dazu hatten sie keine Lust. Diesen Kraftakt fürchteten sie.

In diesem Zusammenhang sagt Gott seinem Volk: „Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände.“ Das ist eindeutig aktiv formuliert. Sie werden also nicht einfach mit Mut und Kraft abgefüllt oder überschüttet. Das kommt nicht wie ein Regenguss über sie. Sondern Gott erwartet eine Entscheidung von ihnen. Er bittet sie, ihre Befürchtungen zurückzustellen, nicht einfach die Hände in den Schoß zu legen.
Vielleicht kennen Sie ja ähnliche Situationen. Sie arbeiten ehrenamtlich in Ihrer christlichen Gemeinde mit oder in Ihrem Verein? Vor Ihnen liegen herausfordernde Entscheidungen oder vielleicht schwierige Auseinandersetzungen? Eigentlich würden sie sich am liebsten zurückziehen. Aber ist das wirklich eine Option? Sollten Sie nicht gerade jetzt auf das hören, was Gott unmittelbar davor auch gesagt hat: „Ich werde euch helfen, dass ihr ein Segen werdet.“ Oder anders: Ich, der lebendige Gott gehe mit dir. Ich lasse dich nicht allein, wenn du in meinem Namen eine Aufgabe anpackst. Dieses Versprechen kann Ihnen Mut machen, sich eben nicht zurückzuziehen, sondern die neuen Aufgaben gelassen anzugehen.  

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