/ Wort zum Tag

Hesekiel 34,12

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen.“

Hesekiel 34,12

„Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen.“ Der Prophet Hesekiel verkündigt dem Volk mit diesen Worten die erklärte Absicht Gottes. Der Hirte, der seine Herde zusammenhält, damit keins seiner Schafe verloren geht, war damals ein sehr vertrautes Bild. Aber was das Volk Gottes zur Zeit Hesekiels gerade erleben muss ist das Gegenteil von so verantwortungsbewussten und ehrlichen Hirten. Gott beklagt: Die Hirten Israels verführen das Volk Gottes und führen es nicht. Sie sorgen sich nur um ihr eigenes Wohl, aber nicht um das Wohl des Volkes. Der Zustand der Herde ist ihnen gleichgültig, wenn es nur ihnen gut geht. Gott kann das nicht länger mit ansehen und so geht er mit diesen Hirten hart ins Gericht. Er zieht sie zur Rechenschaft und verkündet seine Absicht sich nun selbst wie ein guter Hirte um sein Volk zu kümmern.
Das ist alles lange her und hat mit unserer Situation heute wenig zu tun. Das könnte man meinen und lange ist es ja tatsächlich her. Aber kennen wir nicht auch heute viele, die sich angeblich um unser Wohlergehen sorgen, dabei aber nur ihr eigenes Wohl im Blick haben? Was wird uns nicht alles versprochen und wer bietet sich nicht alles an und hat nur unser Bestes im Sinn. Oft ist es dann nur unser Geld.
Die Frage ist ja nach wie vor, wer will mich leiten und von wem lasse ich mich leiten? Wer bietet mir Orientierung an und woran orientiere ich mich dann wirklich? Wer gibt vor, nur mein Bestes im Sinn zu haben und wem traue ich zu, dass er wirklich mein Bestes im Sinn hat? Wer fordert mich auf ihm zu folgen und wem folge ich dann wirklich?
Gottes Angebot hatte nicht nur damals Gültigkeit, es steht auch heute. Und mit Jesu Kommen in diese Welt hat er sein Angebot erneuert und ganz konkret gemacht. Jesus hat gesagt: „Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich“.
Eins ist klar, im Leben von Jesus und in seinem Sterben zeigt sich unübersehbar, dass er der gute Hirte ist. Er hat nicht auf Kosten seiner Herde gelebt, ganz im Gegenteil. Seit seinem Tod und seiner Auferstehung können wir auf seine Kosten leben. Er hat sich nicht um sich selbst gedreht, seine Sorge galt von Anfang an den Menschen, die Gott ihm anvertraut hatte. Er ist ihnen nachgegangen, hat sie gesucht und zurückgebracht zu Gott. Er hat Gottes Absicht durch seine Taten in die Tat umgesetzt. Das ganze Neue Testament ist ein einziges Zeugnis davon. Und wir leben heute genauso von dieser Absicht Gottes und von dem Tun Jesu, wie die Menschen damals.
Die Suchaktion Gottes nach denen, die aus seiner Herde ausgebrochen sind, die sich verlaufen haben, die anderen Hirten nachgegangen sind läuft weiter. Und für diese Suchaktion braucht Gott Menschen, die wie gute Hirten mit ihm auf der Suche sind, um den Menschen diese Absicht Gottes zu sagen und ihnen zu helfen zurückzufinden zu ihm.
Vielleicht ist diese Adventszeit und die kommende Weihnachtszeit ja eine gute Gelegenheit, diesen Auftrag Gottes ganz konkret anzupacken. Bei einem Besuch und einer Begegnung. Damit die Menschen die Weihnachtsbotschaft erfahren: Euch ist der gute Hirte, der Heiland geboren. Damit sie wie einst die Hirten, den Weg zur Krippe finden.
 


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