/ Wort zum Tag

Lukas 12,22.23

Bibelvers

Er sprach aber zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Denn das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung.

Lukas 12,22.23

Gottes Wege sind vollkommen, die Worte des HERRN sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.

Psalm 18,31

Immer mehr Menschen empfinden in diesen Adventstagen die Werbung und den ganzen Weihnachtsrummel absurd, geschmacklos und abstossend! Es regt auch mich auf, wenn mir zum Beispiel per Hochglanzprospekt in süffisantem Ton die „Sorge um meine Liebsten“ abgenommen wird, indem mir Ideen für üppigste Tafelfreuden, exotisch-exzellente Festessen, einmalige Juweliergeschenke und kostbarste Modeaccessoires präsentiert werden, so ganz nach der Parole: „An Weihnachten darf es auch mal etwas Luxus sein!“ Es stört mich, wenn Millionen von Konsumenten sich nur noch darum sorgen, wie sie zu exklusiven und ausgefallenen Geschenken kommen können.
Dieses „Sich-Sorgen auf höchstem Niveau“ steht in einem bitteren Kontrast zu den vielen Menschen in unserem Land, die sich als Arbeitslose, Hartz IV-Empfänger , Alleinerziehende oder Rentner täglich ums Überleben sorgen müssen. Diese „Sorge auf Alltagsniveau“ betrifft die nackte Existenz! Wie werden wohl diese Menschen an Weihnachten „tafeln“?

In unserem Wort zum Tag greift Jesus das „Sich-Sorgen-Machen“ überraschend anders auf, als wir es gewohnt sind:
„Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen sollt; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Denn das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung.“                  Lukas 12,22-23 
Mit diesem Wort verbindet Jesus keine Gesellschaftskritik an den Reichen und Wohlhabenden, und ebenso wenig will er den Armen und Bedürftigen ihren Kampf ums tägliche Brot ausreden.
Dieses Wort ist vielmehr an seine Nachfolger und Nachfolgerinnen gerichtet! Jünger Jesu – ob sie nun wohlhabend oder arm sind –  erhalten durch ihren Meister eine neue Sicht: Das Leben in meinem Körper hat einen viel tieferen Sinn, als dass ich mich nur um Nahrung und Kleidung kümmern müsste. Anders gesagt: Die Sorge um möglichst viel gutes Essen und Trinken verfehlt den Wert des Lebens ebenso wie die Sorge um eine möglichst auffällige und exklusive Kleidung!

Damit sind zunächst Sie entlastet, wenn Sie nur knapp über die Runden kommen! Sie dürfen sich darum kümmern, wo Sie und Ihre Familie vielleicht noch Hilfe finden können, etwa bei kirchlich-karitativen und sozialen Projekten Ihrer Stadt! Da werden Sie auf Menschen treffen, die sich im Geiste Jesu Ihrer berechtigten Sorgen annehmen. Dieses „Sorgt füreinander, wenn jemand unter Euch in Not ist!“ zieht sich durch das ganze Neue Testament und gehört zum Kernauftrag der christlichen Kirche! Lassen Sie sich also umsorgen, wenn Sie es in diesen Tagen brauchen!

Die neue Sicht Jesu stellt jedoch den Lebensstil und Konsum derer in Frage, die
nach der Devise leben: „Je mehr ich mir leisten kann, desto mehr bin ich! Und je mehr man mir ansieht, was ich mir alles leisten kann, desto anerkannter bin ich!“
Dieses Denken, das den Wert einer Person nach der Automarke, der Villengrösse, den Ferienzielen, der Markenkleidung und den aufgetischten Delikatessen misst, greift Jesus frontal an!
Denn diese Sorge macht krank. Sie führt direkt in einen ungebremsten Konsumzwang nach dem Motto: „Je mehr er hat, je mehr er will, nie schweigen seine Sorgen still!“

In der Adventszeit werden wir jetzt wieder zum schrankenlosen Konsum „um unserer Liebsten willen“ umworben und verführt!
Ich rate Ihnen, Ihre Sorgen wegen den Weihnachtsgeschenken, dem Festessen, der Kaffeetafel und der Ausschmückung Ihrer Wohnung dem Blick Jesu auszusetzen! Wenn Sie Ihre Sorgen im Geist und Sinne Jesu prüfen, werden Sie entdecken: Nur Gott allein schenkt den wahren Lebenswert! Diese Erkenntnis ist befreiend! 

 

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