/ Wort zum Tag

Psalm 98,1

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

EIN PSALM. Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. Er schafft Heil mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.

Psalm 98,1

Fröhlich zwitschert die kleine Amsel dem neuen Tag entgegen.
Ich fahre auf meinem Weg ins Büro rechts an einem Sonnenblumenfeld vorbei. Grüne Wiesen auf beiden Seiten, zum Teil noch mit Nebelschwaden bedeckt, verzaubern mich mit ihrem Anblick. In der Mittagszeit wünscht mir eine Verkäuferin, dass mein Tag noch gut verlaufen möge. Nicht alles entwickelt sich an diesem Tag so, wie ich es mir vorstelle. Aber zwischendurch wird mir bewusst: „Es gibt einen Gott, der mich trägt und hält.“ Und zu Hause werde ich von einer Familie begrüßt, die sich auf mich freut.
Solche und viele andere kleine Wunder erlebe ich jeden Tag. Und manchmal auch größere. Oft muss ich einfach besser hinschauen um sie zu entdecken, sie als Wunder zu erkennen. So vieles, womit uns Gott jeden Tag beschenkt, wird als selbstverständlich hingenommen.
„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder“, heißt es in Psalm 98, Vers 1. Die Psalmen sind das Liederbuch der Bibel.
Wer Gottes Wunder in seinem Leben entdeckt, der soll das nicht für sich behalten. Der soll es weitersagen und weitertragen, auch in Form eines Liedes. Und auch andersherum kann es gehen: Wer ein bestimmtes Lied singt, dem kann der Text, verbunden mit der Melodie, plötzlich so tief ins Herz wandern, dass er sich ihn ganz zu eigen macht. Viele Menschen erleben, dass Singen eine heilende Wirkung hat. Es unterstützt Gefühle der Freude und Dankbarkeit oder lässt sie neu entstehen, je nach Text, Melodie und Rhythmus. Aber auch Gefühle wie Trauer, Ärger und Verzweiflung lassen sich durch Singen besser bewältigen, wenn sie in Form eines Liedes nach außen getragen werden. Singen mit anderen gemeinsam, vielleicht in unterschiedlichen Stimmlagen macht Spaß und stärkt den Zusammenhalt.
Ich denke an das Lied „Ich singe dir mit Herz und Mund“ von Paul Gerhardt. Da heißt es in der zweiten Strophe: „Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad und  ewge Quelle bist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt.“ Wer den Sinn dieser Worte begriffen hat, der kann damit gut durchs Leben kommen. Und dazu hilft es, sie immer wieder ins Gedächtnis und ins Herz zu rufen und sie zum Klingen zu bringen – durch den eigenen Gesang.
Ein neues Lied singen, heißt es in Psalm 98. Die alte, ewig gültige göttliche Botschaft in neue Worte und Klänge fassen. Es ist die Botschaft von dem, der unseren Lebensweg segnend begleitet. Von dem, der uns all unseren Kummer und all unsere Schuld abnimmt und an sein Kreuz trägt. Von dem, der den Tod besiegt und uns neues Leben zugesagt hat. Immer wieder haben Menschen diese Botschaft neu in Texte und Melodien verwandelt und tun es noch. Vielen Liedermachern und Komponisten ist das ein inneres Bedürfnis. So entstehen laufend neue Lieder und manche entwickeln sich ihrer treffenden Texte und schönen Melodien wegen zu regelrechten „Ohrwürmern“.
Und in Form eines Liedes Gott zu loben und zu danken für alles, was er mir an Gutem geschenkt hat, das stärkt meine Zuversicht und meinen Glauben. Diese Erfahrung wünsche ich auch Ihnen, wenn Sie das nächste Mal ein geistliches Lied singen.
 


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