/ Wort zum Tag

Hesekiel 34,16

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.

Hesekiel 34,16

Heute begleitet uns ein Wort aus dem Propheten Hesekiel, Kapitel 34 Vers 16:
“Ich will das Verlorene suchen und das Verirrte zurückbringen”
Diese Zusage gibt Gott dem Propheten.
Vorweg klagt Hesekiel die miserablen Hirten an. Er meint
damit nicht die, die Schafherden vorangehen und sie weiden.
Gemeint sind die Führer des Volkes, die ihre Macht missbrauchen.
Die Herrschenden damals ließen sich nämlich gerne ‘Hirten’
nennen, auch die Despoten, denn das klingt gut. Hirten, die
scheinbar fürsorglich für ihre Herden eintreten, in Wirklich
keit aber nichts anderes treiben als ihre Macht auszunutzen.
Um solche Hirten” mit Führerallüren wissen wir ja auch - im
politischen wie im religiösen Bereich. lind stets hinterlassen
sie eine Spur des Unheils. Das war und ist zu allen Zeiten so.
Deshalb sagt Gott durch den Propheten Hesekiel ein radikales
Nein zu einem Verhalten, des für andere keine guten Auswirkungen hat.
Doch die Klage über die miserablen Hirten, die Beschreibung
des Elends, das sie anrichten, ist nicht das letzte Wort Gottes.
Er wird eingreifen und sich selbst seinem Volk annehmen:
‘Ich will!” — so ruft Gott gegen alles Klagen und gegen das
Versagen der schlechten Hirten. “Ich will mich meiner Herde
selbst annehmen und sie suchen’, sagt Gott, der Herr. (11)
Damit wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. In jener Zeit hat
Gott sein Volk aus dem Elend herausgeführt, eben sich seiner
Herde angenommen. Wir hören hinter diesem Wort aus dem Propheten
Hesekiel das andere, das neue Wort des Hirten Jesus Christus,
der sagt: ‘Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören
meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir, und ich
gebe ihnen das ewige Leben.’ (Joh.10) 2
Er ist der Hirte, der ins Leben führt! So nimmt sich Gott
seiner Herde an. Und dieser Hirte hat sich nicht geschont.
Der hat gekämpft. Der hat. gelitten. Der hat sein Leben dafür
eingesetzt, dass niemand verloren geht, dass es keine Macht
mehr gibt, die uns seinen Händen zu entreißen vermag.
Jesus ist der wahre Hirte!
Das Urbild des Hirten steht für Geborgenheit, wenn das endlos
erscheinen, wenn das Leben bedroht ist. Da setzt sich der
Hirte ganz ein - um seine Herde nicht umkommen zu lassen und
bringt selbst große Opfer. Der schlechte Hirte, der Mietling,
der denkt nur an sich - und flieht, wenn Gefahr droht und
lässt die Herde im Stich.
Der Hirte steht für Bewahrung und Schutz, wenn die Angst
übergroß und lähmend wird.
“Ich will das Verlorene suchen und das Verirrte zu-
rückbringen” hören wir Gott durch den Propheten Hesekiel sagen.
Und im guten Hirten Jesus Christus erfahren wir das:
der nachgeht und niemand aufgibt, der aufrichtet und sich um die Verwundeten kümmert,
der zurückbringt und Zerstörtes heut.
Der Hirte Jesus Christus behütet zum Leben.
 


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