/ Wort zum Tag

Psalm 103,10

Bibelvers

"Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat"

Psalm 103,10

Der König David erinnert im 103. Psalm daran nicht zu vergessen, was Gott uns Gutes getan hat.
Nun ist es ja gut zu überlegen, wofür wir dankbar sein sollten. In einem Lied heißt es: „Für den goldenen Sonnenschein, für den Regen auf der Au usw. - danken wir dem Herrn.“ Ohne Sonnenschein und Regen ist unser Leben nicht möglich. In Amerika ist in diesem Jahr ein großer Teil der Ernte vertrocknet, weil es monatelang nicht geregnet hat.

David nennt als erste Wohltat Gottes: die Vergebung der Sünden. Dreimal spricht er in diesem Psalm davon: Vers 3: „der dir alle deine Sünden vergibt“. Vers 10: „Er handelt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat“. Vers 12: „So fern der Morgen ist vom Abend lässt er unsere Übertretungen von uns sein“.

Die Vergebung ist David so wichtig, weil er sie selbst erfahren hat. Er hatte sich die Frau eines anderen Mannes genommen und deren Mann listig durch das Schwert anderer töten lassen. Das lag nun als schwere Last auf seinem Leben.
Eines Tages kam der Prophet Nathan zu ihm und erzählte ihm von einem reichen Mann, der zu geizig war für seinen Besuch ein Lamm von seiner Herde zu schlachten. Er nahm von einem armen Nachbarn sein einziges Schaf und bewirtete damit seinen Besuch. Mit dieser Geschichte hielt Nathan dem David einen Spiegel vor. Da wurde David zornig und rief: „Der Mann, der das getan hat, ist ein Kind des Todes.“ Nun musste Nathan ihm sagen: „Du bist der Mann... warum hast du denn das Wort des Herrn verachtet?“ Er hatte verachtet: „Du sollst nicht ehebrechen und du sollst nicht töten“.

Dieses Wort fuhr wie ein Blitz in sein Leben. Er sah: „der reiche Mann bin ich. Eben habe ich mir selber das Urteil gesprochen. Ich bin das Kind des Todes. Was macht David jetzt? Macht er es wie jener Mann, der aus Ärger über Dinge, die die Bibel Sünde nennt, sagte: „Die Bibel wurde nicht von Gott sondern von Menschen geschrieben und ist wohl eins der bekanntesten Märchenbücher der Welt. Besonders bildungsferne Menschen lassen sich von den Kirchen leicht manipulieren“.

David macht es anders. Er spricht drei Worte aus, die uns Menschen schwer über die Lippen gehen: „Ich habe gesündigt“ - gegen den Herrn. Er beugt sich unter seine Sünde und dass er Gottes Wort verachtet hat. Nathan kann ihm die Vergebung zusprechen: „So hat auch der Herr deine Sünde weggenommen, du wirst nicht sterben“. Deshalb kann David im 103. Psalm bekennen: „Er handelt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat.“

Weil Jesus am Kreuz mit seinem Leben und seinem Blut die Sünde gesühnt hat macht Gott aus Sündern Gottes Kinder. So können wir mit Johann Gramans, der den 103. Psalm so fein ins Lied gesetzt hat in das Lob Gottes einstimmen.

Nun Lob mein Seel den Herren.
Was in mir ist den Namen sein.
Sein Wohltat tut er mehren,
vergiss es nicht, o Herze mein.
Hat dir dein Sünd vergeben
und heilt dein Schwachheit groß,
errett dein armes Leben,
nimmt dich in seinen Schoß.

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