/ Wort zum Tag

Markus 12,33

Bibelvers

„Mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer“

Markus 12,33

Kaum zu glauben, aber manchmal passiert es wirklich: da hat einer etwas kapiert, richtig verstanden, inmitten der vielen, bei denen Hopfen und Malz verloren ist. Wer je vor einer Klasse gestanden hat, mit dem erklärten Ziel, etwas zu lehren, wer je einer Gruppe gelangweilter, nicht motivierter junger Menschen die Welt erklären wollte oder auch etwas weniger, weiß, wie oft wir uns dabei die Haare raufen könnten, das immer gleiche mit neuen Worten darstellen und dann doch denken: genauso gut könntest du mit einer Wand reden! Unsere Erfahrung in diesen Dingen hat Jesus Christus doch auch erlebt: immer wieder kreuzen Pharisäer und Schriftgelehrte seinen Weg. Schriftgelehrte, da sollte man doch denken, dass sie etwas von dem verstehen, was Jesus sagt. Und die Pharisäer erst recht, die sind doch gar nicht so weit weg vom Reich Gottes … Und so oft nichts zu machen. Ablehnung, bewusste Missverständnisse, Todeswünsche.
Und dann kommt dieser eine. Nach einem der üblichen Streitgespräche hat einer genau aufgepasst, was Jesus geantwortet hat, freut sich daran, dass Jesus seinen Gegnern das Richtige gesagt hat und fragt ihn dann geradeheraus nach dem größten Gebot. Gute Frage. Was ist das Wichtigste, was gilt vor allen anderen, wie können wir Gottes Willen an uns zusammenfassen, dass wir es auch verstehen, dass wir uns nicht in Kleinigkeiten verlieren.
Jesus antwortet ihm: „Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften« (5. Mose 6,4-5). Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese.“ Der Schriftgelehrte erkennt, dass es Jesus um Gott geht. Gott allein. Und der Nächste, der andere, mein Nächster. Beides gehört zusammen. Keine Spitzfindigkeiten. Und so kommt es zu Vers 33 aus Markus 12. „Meister“, ruft er aus, „du hast wahrhaftig recht geredet! Er ist nur einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und von allen Kräften, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.“ Und wir verstehen: „lieben“, das meint: Zuwenden in der Tat. Das ist nicht das Gefühl, was wir meistens mit diesem Wort verbinden. Gott zuwenden, weil er sich uns zugewandt hat. Und ganz großartig, was Jesus zu diesem Schriftgelehrten sagt: „Als Jesus aber sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.“ Gott zuerst – und nichts daneben, nichts dazwischen, nichts, was den klaren Blick auf Gott verstellen könnte. Keine Brandopfer und Schlachtopfer, keine Dinge, in die wir mehr hineinlegen können als in unsere Beziehung zu Gott. Nichts, was ablenkt. Du bist nicht fern vom Reich Gottes, klar gesagt: du hast es verstanden, dein Platz ist schon bei Gott!
 

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