/ Wort zum Tag

1. Korinther 1,27

Bibelvers

„Was töricht vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache.“

1. Korinther 1,27

Unser Gott und Herr geht immer wieder wunderliche Wege. Und tut Dinge, die uns irritieren und manchmal auch ärgern oder uns nur staunen lassen.
Gott erwählt sich ein kleines Volk zu seinem Volk. Er gibt ihm sein Wort, sein Gebot und wunderbare Zusagen. Die Israeliten danken es ihm mit Murren, mit Klein- und Unglauben, mehr mit Ungehorsam als Dankbarkeit. Es gibt nur eine Erklärung, warum Gott dieses Volk Israel erwählt und warum er sich nicht von ihm abwenden kann: seine unverdiente Liebe.
Jesus beruft ein Dutzend Männer und etliche Frauen. Keine und keiner hat einen bekannten Namen. Es sind einfache Leute ohne besondere Bildung, auch ohne besondere religiöse Ausbildung. Es sind Leute mit manchen Schwächen und Fehlern. Dieser bunte Haufen wird nur dadurch zusammen gehalten, dass Jesus sie alle zu etwas Einzigartigem berufen hatte: Sie sollten seine Jüngerinnen und Jünger sein. Sein Ruf macht sie zu dem, was sie sind.
Als Jesus in die Stadt Jericho kommt, entdeckt er ihn in seinem Versteck am Straßenrand. Ungeniert lädt sich Jesus zu ihm nach Hause ein, obwohl er ein Zöllner ist. Die einen wundern sich. Andere ärgern sich. Zachäus freut sich. Der Besuch Jesu in seinem Haus verändert sein Leben grundlegend. Denen, die sich wundern und ärgern, sagt Jesus, dass er gekommen sei, „zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“
Der Apostel Paulus verkündigt in Korinth das Evangelium. Die Vornehmen der Stadt halten sich vornehm zurück. Die Wohlhabenden sichern ihren Wohlstand. Die Klugen und die Philosophen lachen über seine Botschaft. Paulus erreicht nicht die Großen Korinths, sondern die kleinen Leute, Sklaven und Tagelöhner. Die finden zum Glauben an Jesus Christus und bilden eine kleine Gemeinde. Paulus freut sich an denen, die zum Glauben und zur Gemeinde kommen. Er formuliert im 1. Korintherbrief: „Was töricht vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache.“

Die kleine christliche Gemeinde in Korinth war nicht die creme de la creme der Großkopferten und Neunmalklugen, der Reichen und Mächtigen Korinths, sondern die, die so leicht übersehen werden. Die sind die Jesustreuen. Die hören das Evangelium und finden bei Jesus ihre Freiheit und ihr Leben. Die haben Jesus, den Heiland und Retter, nötig. Und sie dienen ihm als ihrem Herrn mit Freuden. Gott geht andere Wege als wir. Seine Wege.
Ich hörte von einer Gemeinde in Washington, der Hauptstadt Amerikas, in der Glanz und Armut ganz nahe beieinander liegen. Diese sehr bürgerliche und geistlich träge Gemeinde entdeckte die Vergessenen vor ihrer Tür – und öffnete ihnen die Türen. Sie verkündigte ihnen das Evangelium in Tat und Wort. Das führte in der Gemeinde zu einem geistlichen Aufbruch. Sie entdeckte ihre Mission! Sie folgte dem Vorbild ihres Herrn.
Gott handelt nach anderen Maßstäben als das unter uns üblich ist. Jesus ruft unter anderen Gesichtspunkten in seine Nachfolge, als wir das in aller Regel tun würden. Er hat ein Herz für die, die am Rande stehen und so leicht vergessen werden. Mit ihnen baut er seine Gemeinde. Ja, er geht immer wieder wunderliche Wege – und es sind immer Wunderwege. Gott sei Dank.

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