/ Wort zum Tag

2. Chronik 20,17

Bibelvers

Tretet hin und steht und seht die Hilfe des Herrn, der mit euch ist!“

2. Chronik 20,17

Was mir in dem kurzen Vers der Losung für heute auffällt, ist die dreifache Aufforderung: hingehen, stehen bleiben und sehen, was passiert! Das gefällt mir und ich spüre, wie wichtig das für meine Beziehung zu Gott ist. Denn darum geht es, um die Gottesbeziehung, um das Vertrauen zu Gott und zu seiner Hilfe.

Der Zusammenhang im 2. Chronikbuch zeigt, wie das Volk Israel sich mit Feinden auseinandersetzen muss. Gottes Volk befindet sich im Krieg mit den Nachbarvölkern. Vertrauen ist gefragt und zwar nicht in die eigene Stärke und militärischen Fähigkeiten, sondern in Gottes Hilfe. Gott will kämpfen, so seine Antwort und sein Versprechen auf das Gebet des Volkes. Das fällt nicht leicht, von den äußeren Umständen abzusehen, sich nicht leiten zu lassen von dem, was vor Augen ist, sondern darauf zu vertrauen, was man nicht sehen und begreifen kann. Gott sagt seine Hilfe zu, allerdings gibt er ihnen kein Zeichen im Voraus, nichts in die Hand, woran sie sich halten können. Sie müssen es wagen, auf die Situation drauf zuzugehen und werden dann erfahren, wie Gott hält, was er verspricht. Keine einfache Situation.

Mir ist dazu eine kleine Geschichte eingefallen, die zunächst zum Schmunzeln ist, aber dann auch etwas ernsthaft deutlich macht. „Zehn Frösche wollten einen Wettlauf machen. Als Ziel suchten sie sich die Spitze eines hohen Turms. Schnell versammelten sich viele andere Frösche, um ihre Artgenossen anzufeuern. Das große Springen begann, immer eine Stufe weiter hinauf. Allerdings glaubte keiner von den Zuschauern daran, dass auch nur ein Frosch zur Turmspitze gelangen könnte. Man hörte daher ständig Sätze wie: „Das schafft ihr nie!“ oder „Der Turm ist viel zu hoch!“ Und die Frösche gaben auf – einer nach dem anderen. Nur einer erreichte alleine und unter größter Anstrengung die oberste Plattform des Turmes. Die Zuschauer jubelten. Sie riefen nach oben: Wie hast du das geschafft?“ Doch der Frosch antwortete nicht. Da merkten sie, dass er taub war.“

Bei aller Komik ist diese Geschichte dennoch sehr ernst zu nehmen. Für mich enthält sie den Impuls, dass ich mich gegen die oft so lauten Stimmen um mich herum schütze, ja fast taub stelle, um mich nicht davon bestimmen zu lassen. Die negativen Einflüsse sollen nicht stärker sein als das, was ich vom Wort Gottes hören kann. Ich möchte mich nicht beeindrucken lassen von den äußeren Umständen, von dem, was augenscheinlich so groß und stark dasteht, sondern darauf verlassen, was Gott verspricht, auch wenn es noch nicht zu sehen ist. So ist das Volk Israel herausgefordert, zu gehen und dann innezuhalten, um auf Gott und sein Handeln zu achten. So fühle ich mich herausgefordert, nicht einfach drauflos zu machen, auch dann nicht, wenn ich meine, es gut zu schaffen, weil ich mich stark fühle oder auf meine Fähigkeiten sehe, vielmehr gerade dann innezuhalten. Ich möchte immer wieder vor Gott treten und stehen bleiben und wahrnehmen, was Gott deutlich werden lässt. So einfach, wie es in dem Bibelvers heute ausgedrückt ist: „Tretet hin und steht und seht die Hilfe des Herrn, der mit euch ist!

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