/ Wort zum Tag

1. Korinther 10,31

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.

1. Korinther 10,31

Wer heute ein Haus bauen will stellt sich zuerst die Frage, ob er über genügend Kapital verfügt und ob er mit gesichertem Einkommen die monatlichen Kreditraten bedienen kann. Wer früher ein Haus baute hat oft darüber hinaus an die Fassade den lateinischen Satz  schreiben lassen: Soli deo gloria. Das heißt: Gott allein die Ehre. Mit dem errichteten Gebäude sollte der geehrt werden, der die Möglichkeiten dazu geschaffen hat, Gott.

Das Bibelwort spannt den Bogen noch deutlich weiter. Es spricht davon, dass alles zur Ehre des Herrn dienen soll: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.“ So schrieb es der Apostel Paulus an Christen in Korinth. Die besonderen und auch die alltäglichen Belange des Lebens sollten den Herrn ins Zentrum stellen, der über allem steht. Gott bei den Mahlzeiten ehren, die wir genießen, an ihn bei Essen und Trinken denken, ja das ganze Leben unter dieses Motto „Soli deo gloria“ zu stellen, das ist der Auftrag für Christen.

Diverse Finanzkrisen, aber auch Missernten, Hungersnöte oder mit Schadstoffen belastete Lebensmittel haben uns gezeigt, dass alles, was wir in Händen halten, entweder nicht selbstverständlicher Besitz ist oder auch von uns Menschen vernichtet werden kann. Wir sind und bleiben abhängig von dem Schöpfer allen Lebens, von dem lebendigen Gott. Weil das so ist, darum gehört ihm die Ehre. Was hinterfragt Paulus heute mit dem Satz, den er der Korinthergemeinde geschrieben hat? Wie und womit ehren wir Gott bei allem, was wir tun?

In erster Linie denke ich dabei an die fällige Dankbarkeit. Dass wir den Tisch zu unseren Mahlzeiten so reichlich und vielfältig decken können, ist doch keine Selbstverständlichkeit. Auch die monatlichen Gutschriften auf unserem Girokonto, die als Gehalt für unsere Arbeit oder als Rentenzahlung eingehen, dürfen wir doch auch nicht wie selbstverständlich hinnehmen. Es ist Gottes große Güte, dass es uns gut geht und dass wir arbeiten und genießen können. Ihm will ich auch an diesem Tag für alles danken.

Schon dem Volk Israel wurde von dem Staatsmann Mose aufgetragen: „Wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herrn, deinen Gott, loben.“ Somit ist das Tischgebet weit mehr als eine Gewohnheit oder Tradition. Angesichts aller guten Gaben Gottes will ich bewusst dem Geber für alles danken. Lassen wir uns doch durch das Bibelwort aus dem Trend des selbstverständlichen Genusses herausrufen und wieder neu den Geber hinter allen guten Gaben erkennen. Ihm soll unser Dank gelten: Soli deo gloria, also: Allein Gott die Ehre. Wenn ich gleich nach diesem Wort zum Tag meinen Aufgaben nachgehe, dann will ich das Wort des Paulus nicht vergessen: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.


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