/ Wort zum Tag

Markus 8,22

Bibelvers

Sie brachten zu Jesus einen Blinden und baten ihn, dass er ihn anrühre.

Markus 8,22

Gott kann: Schon lange Zeit hängt an der Pinnwand bei uns im Flur die kleine Keramikfliese mit den zwei Worten „Gott kann“. Oft haben mich diese zwei Worte „Gott kann“ daran erinnert, dass vieles, ja alles in Gottes Möglichkeiten liegt: Gott kann ... Situationen verändern, Gott kann ... helfen, Gott kann ... auch heilen.

Die Freunde des Blinden damals zur Zeit Jesu waren sich dessen auch sicher: Jesus kann Wunder tun. Gott kann durch Jesus alles zum Besten wenden. Diese Freunde begeistern mich. Sie lassen den Blinden nicht allein in seiner Not, sondern bringen ihn zu Jesus. Sie stellen durch ihr Verhalten auch uns die Frage: „Sind wir solche Freunde, die andere in ihrer Not nicht alleine lassen? Sind wir Menschen, die andere zu Jesus bringen?“

Lesen wir im Text weiter, dann erfahren wir, dass Jesus behutsam mit dieser Situation umgeht. Er nimmt den Blinden in seinen persönlichen geschützten Bereich; spuckt auf seine Augen und legt ihm die Hände auf. Danach fragt er: „Kannst du etwas sehen?“ Als der Blinde antwortet: „Schon ein wenig. Ich sehe die Menschen wie Bäume“, legt Jesus erneut seine Hände auf seine Augen und danach sieht der Blinde scharf und klar. Er sieht die Welt und auch Jesus mit neuen Augen.

Auch wenn die meisten Menschen heute sehen können und fehlende Sehkraft durch eine Brille ausgeglichen wird, so gibt es doch ein inneres und auch ein geistliches Blindsein. Es ist oft ein schattenhaftes Erkennen von Menschen, Situationen und Zielen. Schlimmer noch: Es gibt ein Blindsein – um dabei zu denken, dass man sehen kann!

Blinde Flecken, Lebenslügen, die sich als die reine Wahrheit tarnen, sind zum Beispiel Sätze wie: „Sie sind schuld.“ oder „Du musst dich eben anpassen und wenn es so schwierig ist, dann passen wir wohl nicht zusammen!“ Ebenso verbreitet ist das Denken: „Das Leben sollte leicht sein.“ oder „Ich muss doch perfekt sein.“
Wie oft vernebeln uns solche Sätze, die wir nicht an Jesu Wort geprüft haben, die Sicht. Sie machen uns das Leben schwer.

Doch es stimmt: Jesus kann helfen, wenn wir es zulassen. Unabhängig davon, welche geschönten blinden Wahrheiten und vernebelten Lebenseinstellungen jede und jeder mit sich herumträgt. Indem Jesus einen körperlich blinden Menschen heilt, zeigt er den Menschen, was er an ihren Herzen tun möchte, nämlich die innere Blindheit heilen. Wer wieder eine klare Sicht für sein Leben haben will, muss zu Jesus gehen und ihn bitten: „Rühr mich an, damit ich besser sehen kann und so leben kann, wie du es möchtest." Eins ist klar, heute werden Menschen mit einer klaren Sicht mehr denn je gebraucht. Menschen, die darüber Aussagen machen: Jesus ist der Retter. Mit Gott gelingt das Leben. Gott kann!

Beten können wir:
Jesus, bitte berühre Du die Augen unseres Herzens, heile die blinden Stellen in unserem Leben, wir möchten unsere Nachbarn, unsere Freunde, unsere Gemeinde so sehen, wie du sie siehst. Wir erwarten, dass du handelst. Jesus wir wollen es glauben: Du kannst  alles ändern! Amen.

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