/ Wort zum Tag

1. Petrus 2,1-2

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Legt ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil.

1. Petrus 2,1-2

Heute starten wir wieder in eine neue Woche. Man kann dies wie einen Lauf ansehen, bei dem nicht nur auf die richtige Kleidung, sondern auch auf die gute Nahrung zu achten ist. Für beides gibt uns der Apostel Petrus im 2. Losungswort des heutigen Tages hilfreiche Hinweise. Er schreibt: „Legt ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil.“

Beginnen wir bei der guten Nahrung für unsern Wochendurchlauf. Erfolgreiche Sportler betonen ja immer wieder wie wichtig deren Art und Zusammensetzung ist. Auch Petrus unterstreicht das: Seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein. Was meint er damit? Das erklärt der vorausgehende Text. Da ist vom lebendigen Wort Gottes die Rede, das in Ewigkeit bleibt. Das soll unsere Sach-entsprechende, unverpanschte Nahrung sein oder – wie Petrus es ausdrückt – die vernünftige lautere Milch, von der wir uns nähren.

Für mich ist das die Einladung, jeden Tag die Bibel zu lesen, ob nach eigener Wahl oder nach dem Bibelleseplan. Wer sich an Letzteren hält, liest gerade Abschnitte im 1. Buch der Könige im Alten Testament. Gut, dass es dazu Erklärungshilfen gibt, z.B. vom Bibellesebund oder in der ERF-Sendung Bibel heute.

Wir brauchen dringend das Wort Gottes zum Wachstum, zur Lebensentfaltung unseres Glaubens, wie das Baby die Muttermilch. „Seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch!“ Unser jüngster Enkel hat uns das wieder vorexerziert mit großer Stimmgewalt. Wir konnten ihn nicht beruhigen, erst die Mutter, wenn sie ihn stillte. Da wird noch ein zweites deutlich: auf die Bezugsperson kommt es an. So wie das Baby seine Mutter, so brauchen wir Christen den Vater, der uns durch sein Wort wiedergeboren hat (1.Petrus 1,23) und seinen Sohn Jesus Christus, der uns errettet hat. Haben wir Verlangen, haben wir Sehnsucht nach ihm, der uns so liebt? Der sein Leben für uns gab?

Dann ist uns die tägliche Nahrung der Bibellese kein Zwang, sondern eine Freude, ob am Morgen oder im Lauf des Tages. Wenn es uns anders geht, können wir den Heiligen Geist neu um diesen Hunger und diese Freude bitten. Er hilft uns auch hinein in die richtige Kleidung für den anstehenden Wochenlauf oder besser: heraus aus der falschen Kleidung: „Legt ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede“, schreibt Petrus. „Und zieht an den Herrn Jesus Christus“, ergänzt der Apostel Paulus an anderer Stelle (Römer13,14).

Das Bild vom Kleiderwechsel passt gut zum Tagesbeginn. Mit seinem Nachtgewand wird wohl keiner von uns in den Tag gehen. Wenn es im Glaubensleben nur auch so einfach wäre. Da klebt uns das alte Gewand doch kräftig am Leib; vielleicht nicht die Bosheit und der Betrug, aber schon Unaufrichtigkeit, Neid, schlechte Rede.

Wie gut, dass Jesus Christus das Lösungsmittel hat: Vergebung und Neugestaltung. Sein Wort spricht uns das zu, gibt uns Weisung, hält uns auf Kurs. Darum: Seid begierig danach. Er der uns liebt wie kein anderer, wird unsern Lauf gestalten und vollenden. Ihm sei Ehre in Ewigkeit.


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