/ Wort zum Tag

Offenbarung 21,23

Bibelvers

Die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Offenbarung 21,23

„Hell wie der Tag“ – so warb eine Firma für die Leuchtkraft ihrer Glühbirnen. Der Apostel Johannes würde sagen: „Vergesst eure Lampen, selbst viele 1000 Watt starke Strahler sind nur trübe Funzeln gegenüber dem, was ich gesehen habe!“ Und dann würde er erzählen vom himmlischen Jerusalem. Von der Zeit, in der es keine Fragen mehr wegen nachhaltiger Energie, Energiewende, CO²-Ausstoß usw. geben wird. Wenn endlich alles neu und gut ist. Johannes sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Alles andere war vergangen. Alles andere war Vergangenheit. Und Johannes stand mitten in der ewigen Zukunftsgegenwart Gottes. Er stand im neuen, im himmlischen Jerusalem. Und es stockte ihm der Atem, was er da alles sah. Vollkommene Maße und Formen. Das, was Menschen auf dieser Erde in Schmuckstücke fassen oder in Tresore legen, weil es so wertvoll ist, all das gibt es dort in verschwenderischer Fülle. So viel ist da an allen möglichen Edelsteinen und an Gold. Ein besonderes Gold, das durchsichtig ist wie Glas. Der ganze Marktplatz ist daraus gemacht. Aber dann ist es nicht nur so, dass da von oben die Sonne drauf scheint und es eben herrlich funkelt. Schon das wäre ja traumhaft anzusehen. Aber es wäre unmöglich, weil es hier keinen Schatten geben darf; nicht mal einen Anklang an Finsternis! Nein, Gott macht es noch viel schöner, herrlicher, vollkommener. Die ganze Stadt ist durchdrungen und erfüllt von einem Licht, das aus ihrem Inneren herausstrahlt. Es ist die Herrlichkeit Gottes. Und die Quelle dieser Herrlichkeit ist das Lamm, Jesus Christus, so beobachtet es Johannes. Das Licht, das von diesem Lamm ausgeht, ist so stark, dass Sonne und Mond überflüssig sind! Wenn Gott alles gut macht, dann macht er es so gut, dass man darüber nur staunen kann.

Und hier kommen wir von dieser wunderschönen Zukunftsvision in unsere oft so finstere und düstere Gegenwart zurück. Sie ist geprägt von Schuld, Leid und Angst. Schuld, die wir auf uns laden, Leid, das wir anderen zufügen, Angst, die wir vor den Konsequenzen haben und vor dem, was in der Finsternis auf uns lauert. Das Lamm, das Johannes hier sieht, ist Jesus Christus. Er ist deswegen als Lamm zu sehen, weil er sich wie ein Lamm für uns als Opfer in den Tod gegeben hat. Am Kreuz ist das geschehen. Und das nicht irgendwo in ferner Zukunft, sondern hier in unserer Welt. Gekreuzigt unter Pontius Pilatus, den römischen Statthalter in Jerusalem.

Und von diesem geopferten Gottessohn geht ein herrliches Licht aus, das alles durchdringt. Ein Licht vollkommener Reinheit. Und das schon heute! Das, was Gott am Ende der Geschichte äußerlich sichtbar erfüllen wird, wenn diese alte, verschmutzte Welt mit aller Finsternis und Schuld vergangen ist, das sollen wir an unserem Leben schon jetzt erfahren. Wenn wir uns Jesus zuwenden, wenn wir ihm den Zugang erlauben zu unserer Finsternis, dann kommt er schon heute mit seinem Licht in unser Herz. Sie merken, das ist ein Vorgang, den man mit Worten schlecht beschreiben kann. Es ist diese tiefe menschliche Sehnsucht nach Reinheit, nach Vergebung und unzerstörbarem Frieden, die Jesus in uns erfüllen möchte. Aber er tut es, wenn wir uns ihm öffnen und ihn bitten: Herr Jesus, mach es hell in mir. Vertreib alle Finsternis und lass mich deinen Frieden erfahren.

Und dann wird die Zukunftsvision zum Ankerpunkt der Hoffnung. Ich darf mich freuen auf den Tag, an dem das alles Wirklichkeit wird. Gott ist größer als unsere Schuld und Angst. Und er ist noch größer in dem, was er in Zukunft vorhat. Es übersteigt unsere Vorstellungskraft. Wir werden staunen. Und das Staunen wird kein Ende haben.

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