/ Wort zum Tag

Johannes 12,46

Bibelvers

Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.

Johannes 12,46

Jesus bringt Licht in unsere Verhältnisse. So kann ich zusammenfassen, was Jesus im Johannes-Evangelium sagt: „Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“, aus Johannes 12, 46.
Licht in unseren Verhältnissen.
Nun gebrauchen viele diesen Ausdruck, wenn etwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Es sollte aufgedeckt werden. So ein Licht ist in der Regel kein  angenehmes Licht. Scharen von Journalisten sind täglich dabei, Licht in die Verhältnisse unserer Gesellschaft zu bringen. Aufdecken. Kritisieren. Veränderungen anmahnen.
Wo aufgedeckt wird, z.B. in den Pressekonferenzen, sind die Gesichter der Beteiligten finster, angespannt, und es herrscht oft eine aggressiv- aufgeheizte Stimmung.
Jesus bringt Licht in unsere Verhältnisse mit Gott. Es ist dabei ein wohltuendes Licht. Es wird sich kein Gesicht mehr verfinstern müssen, das in dieses Licht hineingenommen wird. Es schafft sich neue Verhältnisse. Es schafft ein Lebensverhältnis mit Gott, das den Namen Leben wirklich verdient.
Das wird schon am Anfang deutlich, als Jesus zum ersten Mal vom Licht sprach. Auf einer Art Pressekonferenz Jesu in Jerusalem zum Thema „Licht“.
Als Jesus von sich sagte: Ich bin das Licht der Welt“, da wurde gerade ein großes jüdisches Fest gefeiert, das Chanukka-, das Lichterfest. Man feierte den Jahrestag der Wiedereinweihung des Tempels. Und immer wieder kam das Wunder zur Sprache, dass das Öl für die Leuchter damals nicht ausgegangen ist. Eigentlich hatte man nur für einen Tag noch eine Reserve. Es reichte acht Tage bis ausreichendes Öl wieder hergestellt werden konnte.
Große Leuchter sind am Tempel aufgestellt. Sie sollen ihr Licht über Jerusalem verbreiten.  Und Hoffnung auf Leben, für das Gott selbst sorgt. Jesus stellt sich daneben, zeigt auf das helle Licht und sagt: Ich bin das Licht der Welt.
Ich bringe die Menschen zurück zu Gott und damit ins Leben.
Ich überwinde tagtäglich das mögliche Misstrauen gegen Gott in euch. Ich lasse euch das Wunder erleben, dass euer kleines  Vertrauen ausreicht, dass Existenzangst durchwärmt wird mit Frieden.
Natürlich: in diesem Licht werden die alten Verhältnisse schmerzlich bewusst, die beharrlich versprechen, was sie nicht halten wollen.
Es zieht immer etwas an uns. Und will uns in Anspruch nehmen. Z.B. wenn ich durch unsere Städte gehe und das grelle Licht der Schaufester und der Reklame sehe, die nach den Menschen greifen. 
Ich stelle mir vor, wie Jesus sich heute auf einen der grell beleuchteten Plätze stellt mit den  blinkenden Werbebotschaften. Eine Konsumgesellschaft feiert ihre Wohltaten. Ihre ewige Jugend in den schönen jungen menschlichen Attrappen der großen Bilder. Und diese widersprechen frech der menschlichen Wahrheit und Realität.
Ich sehe Jesus dort und er sagt: Ich bin das Licht der Welt. Ich allein bringe Licht in eure Verhältnisse.
Und das allein wird wohltuend sein.
Es ist das Leben, das selbst den ältesten Menschen nicht veralten lässt. Es ist ein Glaube, der sich Tag für Tag erneuert. Es ist ein Sehnen, das dem Mitmenschen die Liebe Gottes von ganzem Herzen gönnt und sich dann auch.
Es ist ein Hoffen, das die Anzeichen eines neuen Lebens erkennt. Dieses Hoffen wird dann bereit dem, was geboren werden will, ans Licht zu helfen. Es ist eine Form der Liebe zum Leben. Einer Liebe zu dem, was im Licht Jesu dabei ist, neu zu werden.

 

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