/ Wort zum Tag

Philipper 4,7

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Philipper 4,7

Der Bibelvers spricht uns den Frieden Gottes zu, der ein Geschenk ist. Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Philipper Kapitel 4 Vers 7 - übrigens aus dem Gefängnis:
“Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.” Viele Gedanken weckt das Wort Friede”. Wer sehnt sich nicht danach, dass dort, wo Krieg herrscht, Friede einkehrt? Jeden Tag aufs Neue hören wir von Kriegen und sehen schreckliche Bilder der Gewalt und des Hasses. Oder wer sehnt sich nicht danach, dass dort, wo Streit zwischen Menschen aufgebrochen ist — bis hinein in Ehen, Familien, Freundschaften – Friede einkehrt, so dass Versöhnung kein Fremdwort mehr ist und bleibt. Der “Friede Gottes” ist in Jesus Christus etwas ganz anderes als alle unsere Anstrengungen, “Friede” zu machen. Er ist die Voraussetzung, damit Friede werden kann. Der “Friede Gottes”, der “höher” ist als alles andere, ist eben dies: Gottes Tat in Jesus Christus, dem Gekreuzigten. Ja, da ist das Prophetenwort aus Jesaja 54 erfüllt: “... der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.” (Jes. 54,10)
Gott beendet die Feindschaft und schafft unverbrüchlichen Frieden. Also: Christus ist unser Friede!
Und wenn dieser Friede in unseren Herzen lebt und unsere Gedanken prägt, dann spürt man das in unserer Lebensgestaltung: in der Art unserer Liebe, durch die wir niemand ausgrenzen, in der Gewährung von Versöhnung, die neue Anfänge ermöglicht. Das reicht weiter als. alle “Vernunft”.
Und noch eines: Der Friede Gottes bricht selbst in die Macht des Todes hinein. Sehr eindrücklich schildert der verstorbene Bischof der Hannoverschen Landeskirche Hanns Lilje in seinem Büchlein “Im finstern Tal” eine Abendmahlsfeier. Er hatte sie mit einem zum Tode verurteilten Mitgefangenen zu halten - eingeschlossen in einer kalten Gefängniszelle.
Bischof Lilje schreibt: “Es war eine ganz stille und getroste Feier, und der Trost der göttlichen Verheißung lag spürbar über uns in dieser Stunde in der Zelle des Gestapo-Gefängnisses zu Berlin. Ja, der Friede Gottes war wirklich spürbar, wie man eine Hand fühlt.”
Wir merken: Der Friede Gottes ist eine Realität, die trägt - selbst im Abgrund des Lebens. Jesus gibt Kraft und macht getrost. In seinen Abschiedsreden, wie sie Johannes überliefert, sagt Jesus: “Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht!” (Joh. 14,27)
Geborgenheit in diesem Frieden wünsche ich Ihnen für die Zeit, die kommt.
 


Kommentare

Von Kurz, Werner am .

Danke für diese unmissverständliche Auslegung des heutigen Lehrtextes.


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