/ Wort zum Tag

Psalm 148,3.5

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Lobe den Herrn, oh meine Seele! ich will ihn loben bis in den Tod!"

Psalm 148,3.5

Wie üblich trafen wir uns an jenem Mittwoch, um die Bibel zu lesen. Es ging um das Lob Gottes! Später kam eine junge Chrstin hinzu. Es platzte aus ihr heraus: ,,Ich kann heute nicht singen, Gott nicht loben!”  Manches war in den letzten Tagen geschehen, was sie bedrückte. Und dann dieser Absturz des Hubschraubers. Junge Leute verloren ihr Leben. Sie kamen immer wieder mal in unser Krankenhaus. Zu unseren Mitarbeitenden hatten sie guten Kontakt. Darum: ,,Ich kann heute nicht singen, kann Gott nicht loben!” Noch an diesem Abend brachten die Medien eine Sendung über das schreckliche Geschehen. Auch einer unserer Bischöfe wurde befragt. Er meinte unter anderem: ,,Wir Christen haben neben allein Mitgefühl und aller Trauer noch etwas anderes zu bekunden!“ Und dann sprach er sehr persönlich, dass für ihn die Botschaft der Bibel besonders jetzt sehr hilfreich sei. Er erinnerte an das Leiden und das Sterben Jesu. Ostern erwähnte er und Jesu Auferstehung!”
Sie ist der Hinweis, dass es auch für uns ein ewiges Leben gibt!

Für mich waren diese Ausagen tröstlich. An diesem Tag solche Worte zu hören, befreite von Lähmung und Starre. Viele Fragen stellen sich uns, wenn wir solche Nachrichten hören. Haben wir immer eine Erklärung, eine Antwort? Vermutlich nicht. Aber Verneinung Gottes hilft auch nicht heraus aus dem Elend. Bischof Stählin wies im Zusammenhang mit Not und dem Lob Gottes auf Paulus und Silas hin. Um Mitternacht und in totaler Ohnmacht lobten sie ihren Gott. Auch in dieser aussichtslosen Situation galt es für die beiden: ,,Größer als der Helfer, ist die Not ja nicht!” Das hatten in den Jahrhunderten vor ihnen und vor viele Glaubende erfahren und bezeugt. Auch Sie und mich, liebe Hörer, will der Heilige Geist immer wieder mit solchem Vertrauen und Glauben beschenken. Wir sollen befähigt werden in das Lob Gottes mit einzustimmen. Macht es Sie nicht froh, wenn Sie sich an Gottes Treue erinnern, daran, dass er gnädig und barmherzig ist?
Die Beterinnen und Beter der Psalmen loben ihn. Weil sie seine umsichtige, starke und liebevolle Führung erfuhren. Sie staunten immer wieder, wie er zu seinem Wort stand. Das, was er zusagte, traf ein! Selbst das, was wir nie begreifen, hat einen Sinn und ein Ziel. Nur sinnlos, wie wir es manchmal formulieren, ist auf unserer Welt gar nichts. Wie oft habe ich nach Jahren, ja erst nach Jahrzehnten erkannt, wie richtig Gottes Zulassung und Führung in dunklen Zeiten war. Darum: ,,Lobe den Herrn, oh meine Seele! ich will ihn loben bis in den Tod!” In dieses Lob soll nach dem Willen der Beter des Alten Testamentes die ganze Schöpfung einstimmen. Darum lesen wir in Psalm 148 die Aufforderung: ,,Lobet ihn, Sonne und Mond — lobet ihn, alle leuchtenden Sterne. Denn er gebot, da wurden sie geschaffen!” Solange Gott gebieten darf und wird, können wir uns freuen über unser Leben und an seiner Seite in jede Zukunft gehen.
 


Kommentare

Von Gertrud am .

Diese Auslegeung ist am Puls des Lebens, ja mitten aus dem Herzen des Evangeliums geschrieben. Es ist richtig, die Verneinung Gottes hilft aus gar keinem Elend - aber nach dieser vernünfigen Aussage kommt der Höhepunkt in Form einer bezeugten Gegenwart unseres Herrn. Dass der Helfer größer als die Not ist - und dass Sie Herr Sternberg daran erinnern, dass auch völlig Unbegreifliches Sinn und Ziel hat, dafür sei Ihnen an dieser Stelle herzlich gedankt.
Gertrud


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