/ Wort zum Tag

Psalm 74,12

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Gott ist mein König von alters her, der alle Hilfe tut, die auf Erden geschieht.

Psalm 74,12

Mir geht es oft ähnlich wie Asaf, der in Psalm 74 seine Anfechtung beschreibt: Asaf sieht den Tempel in Jerusalem zerstört. Der sollte doch ein Ort der Anbetung sein. Gott wollte in ihm unter seinem Volk wohnen. – Ich sehe heute so viel Chaos und Zerstörung in der Gemeinde Jesu. Eigentlich sollten doch Jesu Liebe und Vergebung unter uns sichtbar werden. Stattdessen ist Streit, ja Hass und Unversöhnlichkeit anzutreffen.

Asaf sieht, wie mit Äxten das heilige Schnitzwerk im Tempel zertrümmert wurde. Es wurde einmal mit viel Liebe zur Ehre Gottes hergestellt. – Ich sehe, wie Heiliges, das Gott uns zu unserer Hilfe gegeben hatte, entheiligt und in den Schmutz gezogen wird. Gottes Wort wird zerrissen, seine Gebote werden missachtet, seine Botschaft von Gericht und Gnade als lächerlich verhöhnt.

Asaf klagt darüber, dass kein Prophet im Lande ist, der in Vollmacht Orientierung geben und den Widersachern Halt gebieten kann. – Wie Asaf, so frage auch ich: Wie lange kann die Gottlosigkeit sich immer weiter ausbreiten? Wie lange öffnen wir unsere Ohren und Herzen dem Zeitgeist? Wie lange lassen wir uns betören von widergöttlichen Lehren, die uns den Grund unseres Glaubens rauben und uns in innerer Leere und Zerrissenheit orientierungslos zurücklassen? Wie lange?!

Aber mitten in seinen Anfechtungen, die Asaf vor Gott ausspricht, sieht er den, der von alters her ist. Er ist der Herr der Schöpfung, der alle Urgewalten besiegt. Er ist der Herr der Geschichte, der Tage und Zeiten für einzelne Menschen und ganze Völker setzt. Er ist der Herr, der mit seinem Volk einen Bund geschlossen hat und zu diesem Versprechen seit Jahrtausenden steht.

Ich staune mit Asaf über die große Langmut und Geduld meines Gottes. Obwohl er so viel Widerspruch erleiden muss, oft auch von mir, ist er mir doch treu geblieben. In Jesus Christus hat er mich zu seinem Kinde angenommen, mir alle meine Sünde vergeben.

Obwohl die Gottlosigkeit und das Chaos um uns scheinbar immer mehr zunehmen, kommt von ihm immer wieder Hilfe. Er hat seine Schöpfung und erst recht sein Volk nicht preisgegeben. Gott ist so ganz anders als ich ihn mir vorstellen kann. „Gott ist barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue“, lesen wir in 2. Mose 34,6.

Gott erspart uns die Anfechtungen nicht. Er will uns dadurch lehren, auf sein Wort zu achten. Wenn ich trotz aller Anfechtungen im Gebet mich Gott nahe, werde ich an viel Hilfe erinnert, die ich von ihm erhielt.

Oft entdecke ich erst im Nachhinein: Wo mir Gott ferne schien, war er mit seiner Hilfe ganz nah. Darum glaube ich mit Asaf und halte es mit ihm: „Gott ist mein König von alters her, der alle Hilfe tut, die auf Erden geschieht“.


Kommentare

Von Volker am .

Diese Gotteserfahrung durfte ich heute Nacht erleben. Dank und Lob ihm dafür


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