/ Wort zum Tag

Josua 8,1

Bibelvers

Fürchte dich nicht und verzage nicht!

Josua 8,1

Manchmal stellt Gott einen Menschen vor eine große Aufgabe. Das zeigt das Beispiel des Josua. Nachdem Mose, der Führer des Volkes Israel gestorben war, wurde Josua sein Nachfolger. Gott beauftragte Josua, das Volk Israel in das von ihm versprochene Land zu führen. Das war eine gewaltige Aufgabe für Josua. Es war schier eine Überforderung für ihn. Ihm schlotterten die Knie angesichts der Nachrichten, die die Spione nach ihrer Rückkehr aus dem Land der Verheißung überbrachten. Ihm wurde bang ums Herz, als er hörte, dass dort ein mächtiges Volk lebte. Aber er brach auf mit Gottes Zusagen im Ohr. Er gehorchte Gott. Er wagte den Schritt ins Neue, Unbekannte im Vertrauen auf Gottes Zusagen. So führte er das Volk Israel ins Land der Verheißung.

Vieles im Land Kanaan war wunderbar. Es war fruchtbar und schön. Das war die eine Seite. Andererseits stießen die Israeliten auf Widerstand der Bewohner des Landes. Diese wehrten sich gegen die Eindringlinge. Josua,  dessen Name bedeutet: „Gott hilft“, erfuhr immer wieder Gottes Hilfe. So auch bei der Eroberung der Stadt Jericho. Die Stadt war unter den Bann der Zerstörung gefallen. Das bedeutete auch, dass Gott das Eigentumsrecht über die Schätze der Stadt beanspruchte. Kein israelitischer Soldat sollte für sich Beute machen. Aber einer von ihnen, Achan, konnte der Versuchung nicht widerstehen. Wegen seiner Sünde entbrannte Gottes Zorn gegen das ganze Volk. Josua wusste zunächst nichts von Achans Fehlverhalten. Er setzte alles daran, die Stadt Ai einzunehmen. Alles schien im Griff. Aber zunächst kommt es zu einer vernichtenden Niederlage für die Israeliten. Hoffnungslosigkeit und Angst machen sich bei den Israeliten und bei Josua breit. Die Hilfe Gottes war von ihnen gewichen. Achan musste sterben. Erst danach wandte sich Gott dem Volk und Josua wieder zu. Nach der Verfehlung schenkte Gott eine zweite Chance für Israel. Vor dem erneuten Sturm auf die Stadt ermutigt Gott Josua. „Fürchte dich nicht und verzage nicht!“, ruft er ihm zu. Es sind Worte, die Josua schon einmal gehört hatte. Das war damals beim Aufbruch ins Land. Diese Worte und seine bisherigen Erfahrungen mit der Treue Gottes machten Josua wieder Mut. Er wurde bereit, auf Gott zu hören, seine Pläne umzusetzen und ihm völlig zu vertrauen. So musste Josua manch dunkles Tal durchschreiten. Manchmal gab es Misserfolge, wie eben die Niederlage bei Ai zeigt. Josua musste manche Anfechtung durchstehen. Bei Misserfolgen suchte Josua die Schuld demütig bei sich. Als der Zorn Gottes auf dem ungehorsamen Volk lastete, tat Josua Buße für sein Volk. Aber immer wieder erfuhr er den Beistand Gottes. Gottes Wort motivierte und stärkte ihn. „Fürchte dich nicht und verzage nicht!“. Mit der Zusage Gottes im Ohr brach Josua erneut auf. Die Stadt Ai wurde eingenommen.

Manchmal stellt Gott auch uns vor eine große Aufgabe. Manchmal stehen wir vor schwierigen Situationen. Ein neuer Anfang nach einem Scheitern, eine neue Stelle, eine schwierige Arbeit, große Verantwortung für andere Menschen, eine wichtige Entscheidung und vieles mehr, kann wie ein großer Berg vor Ihnen stehen. Sie sehen dem mit Sorge, vielleicht sogar mit Zittern und Zagen entgegen. Manches mag für sie eine gewaltige Überforderung sein. Vielleicht ist dies gerade am heutigen Tag der Fall. Vielleicht sagen Sie sich: Warum gerade ich? Ich kann es nicht. Ich will es nicht tun. Meine Kraft ist zu schwach. Vielleicht denken Sie auch: Gott kann sich doch jemand anders dafür aussuchen. Aber Gott braucht gerade Sie. Er, der Ihnen Gaben geschenkt hat, hat für Sie auch Aufgaben bereit. Sie dürfen dabei um seine Nähe und Hilfe wissen. „Gott hilft!“ Das ist die Bedeutung des Namens Jesus. Er, der auferstandene und erhöhte Herr, ist für Sie da. Er umgibt Sie mit seiner Liebe. Auch heute gilt Ihnen seine Zusage: „Fürchte dich nicht! ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige!“ Das macht Mut für große Aufgaben und schwierige Situationen.
 

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