/ Wort zum Tag

Klagelieder 1,18

Bibelvers

Der HERR allein ist im Recht, denn seinem Worte habe ich getrotzt.

Klagelieder 1,18

Jeremia, der Prophet Gottes, hatte es schwer. Er wurde in einer Zeit des Umbruchs und gewaltiger Veränderungen von Gott berufen. Jeremia wollte sich seiner Berufung entziehen. Aber dann lässt er sich als Gottes Werkzeug gebrauchen. So sagt er in einer schwierigen Zeit den Willen Gottes an. Israel war der Spielball zwischen zwei großen Machtblöcken. Im Osten traten die Babylonier nach dem Tod Assurbainpals, des assyrischen Großkönigs, als neue Großmacht auf den Plan. Sie standen im Begriff, die andere Großmacht im Süden, Ägypten, niederzuringen. Schwache Könige regierten in Juda. Selbstüberheblich hörten diese auf falsche Ratgeber. Die Warnungen des Propheten Gottes verhallten ungehört. Das Volk verwarf Gott in der Not. Der lebendige Gott war ihnen aus dem Blick geraten. Den Worten Jeremias schenkten sie kein Gehör. Sie vertrauten lieber auf falsche Bündnisse. Sie suchten Rat bei falschen Ratgebern. Sie suchten Hilfe bei fremden Götzen.

In dieser schwierigen Lage richtete  der Prophet dennoch unbeirrt seinen schweren Auftrag aus. Manchmal schien er eine Überforderung zu sein. Die Last schien zu schwer. Gott hatte ihm geboten, das Volk zur Umkehr zu rufen. Der Prophet stand mit seinen Warnungen und seinem Ruf zur Umkehr auf verlorenen Posten. Man wollte die Wahrheit einfach nicht hören. Für Gottes Wort war kein Platz. Das Volk verhielt sich wie ein eigensinniges kleines Kind, das sich trotzig von der Hand des Vaters lossreißt.

Jeremia, der vermeintliche Störenfried, wurde angefeindet. Schließlich wurde er zum Schweigen gebracht.  Man sperrte den unbequemen Mahner ein. Er, der unbeirrt am Auftrag Gottes festhielt, musste viel leiden. Er, der von Gott in Dienst genommen war, war im Innersten erschüttert. Er war in seiner Seele zutiefst angefochten. In den so genannten Klagenliedern blicken wir in sein Inneres. Es sind erschütternde Worte und eindrückliche Bilder, die Jeremia gebraucht. Seine Klage und sein Flehen um das Eingreifen Gottes berühren zutiefst. Das, was Gott angekündigt hatte, traf ein. Die Sünde des Volkes hatte schlimme Folgen. Der Ungehorsam gegen Gott führte ins Verderben. Es kam zur angekündigten Katastrophe. Jerusalem wurde in Schutt und Asche gelegt. Das Volk wurde in die Gefangenschaft nach Babylon geführt. Unter den Weggeführten war auch Jeremia.
„Der HERR allein ist im Recht; denn seinem Wort habe ich getrotzt.“ Das Wort für diesen Tag ist ein Auszug aus Jerusalems Klage. Es ist ein Sündenbekenntnis nach der Katastrophe. Aber gerade darin liegt die Chance zum neuen Anfang. Es sind ehrliche Worte. Dem Wort Gottes hatten sie getrotzt. Das lebensschaffende Wort hatten sie verachtet. Sie hatten anderen Botschaften vertraut. Die Einsicht kommt spät. Aber in der Umkehr ist der Weg in eine guten Zukunft beschlossen. Gottes Herrsein anerkennen, Buße tun und anerkennen, dass er recht handelt. Darauf kommt es an. Gott hat einen guten Plan für sein Volk und für jedes einzelne Leben. Sich Gott neu zuwenden und seinem Wort und Willen vertrauen – das ist der Schlüssel zum Leben. Das gilt auch für Ihr ganz persönliches Leben. Aus der Gottferne umkehren in die bergende Gemeinschaft mit Gott - das ist der wichtigste Schritt.

Auch Sie dürfen die Sünde Ihres Lebens in einer ehrlichen Beichte Gott bekennen. Sie dürfen sicher sein: Gott vergibt dem, der seine Sünde bereut und umkehrt zu ihm. Auch Sie dürfen neu beginnen. Im Vertrauen auf den gerechten und gnädigen Gott dürfen sie ihr Leben ordnen und gestalten. Dazu ist Jesus gekommen, um Sündern den Weg zum ewigen Leben zu ebnen.
 

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