/ Wort zum Tag

Apostelgeschichte 4,29

Beten Sie auch? Gott macht uns Mut, ihn anzureden. Ihm zu sagen, was uns bewegt. Auch wenn wir ihn nicht sehen. Auch wenn es nicht immer leicht fällt, zu glauben, dass er uns hört. Die Bibel macht uns Mut, Gott um alles zu bitten, was uns am Herzen liegt. Auch wenn er nicht jede Bitte so erhört, wie wir sie gestellt haben.
Vielleicht beten Sie ja auch. Viele Menschen beten, wenigstens ab und zu. Einfach um es mal auszuprobieren. Oder weil man wirklich manchmal nicht mehr weiter weiß. Und hofft, dass es da doch noch irgendwo jemanden gibt, der helfen kann.

Wenn Sie also beten – worum beten Sie so? Sie können Gott zum Beispiel ihre Wünsche anvertrauen, die sie für Ihr Leben hegen. Er hört Sie, und er interessiert sich dafür. Teilen Sie Gott ruhig auch Ihre Sorgen mit. Klagen Sie ihm Ihr Leid! Gott hat versprochen, dass er den Leid Tragenden besonders nahe ist. Auch wenn Sie es oft nicht spüren. Sie können Gott auch für andere Menschen bitten. Damit tun Sie einen wichtigen Dienst.

Die erste christliche Gemeinde, die es überhaupt gab, hat noch ein ganz anderes Anliegen. Sie bittet: „Herr, gib deinen Knechten, mit allem Freimut dein Wort zu reden.“ Mit anderen Worten: Gott, sorge dafür, dass dein Wort weiterhin offen verkündet wird. Dass es nicht verhallt, nur weil deinen Dienern der Mut fehlt, es zu sagen. Denn eben gerade ist diese junge Gemeinde zum ersten Mal scharf angegriffen worden. Die Apostel Petrus und Johannes hatten vor dem Tempel einen gelähmten Menschen geheilt. Er konnte nun wieder laufen und erzählte überall, was er Jesus verdankte. Die Priesterschaft verdross das. Denn sie hatten ja gerade erst Jesus kreuzigen lassen. Und nun gab es da so viel Begeisterung! Vom Fleck weg wurden die Apostel verhaftet und bedroht. Sie sollten nicht mehr von Jesus erzählen. Aber Petrus und Johannes ließen sich nicht einschüchtern. Schließlich musste man sie gehen lassen.

Nun wusste die Gemeinde, was ihr bevorstand. Aber worum bittet sie Gott? Bittet Sie darum, dass die Verfolgung aufhört? Gar darum, dass die Verfolger bestraft werden? Oder bittet sie wenigstens darum, dass Gott seine Boten beschützt? Nein, ihre ganze Sorge gilt dem Wort Gottes. Das muss gesagt werden, was immer geschieht. Denn nur dieses Wort kann Menschen verändern. Gerade deshalb greifen die Gegner ja zu Gewalt. Weil sie dem Wort nichts Überzeugendes entgegensetzen können. So schwach das Wort auf den ersten Blick zu sein scheint – wenn es gehört wird, kann es Herzen bewegen. Und indem es Herzen bewegt, verwandelt es Menschen und verändert so die ganze Gesellschaft. Deshalb ist den ersten Christen das Wort so wichtig. Und weil sie um ihre Schwachheit wissen und ihre eigene Feigheit kennen, bitten sie Gott, dass er sie mutig mache. Wenn Ihnen Gottes Wort wichtig ist, kann das heute vielleicht auch Ihr Gebet sein.
 

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