/ Wort zum Tag

1. Mose 6,8

So heißt die heutige Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine. Auch gestern ging es thematisch um die Gnade Gottes. Gestern ging es darum, dass Gott mit seiner Gnade bei uns Menschen ist – egal, ob wir in spüren oder nicht. Gott ist da. Er ist nah. Er schenkt das Leben und er hilft, das Leben zu gestalten.

In der heutigen Losung geht es um die rettende Gnade Gottes. Die Bibel erzählt, dass es vor langer, langer Zeit auch nicht viel besser war als heute. Die Menschen achteten nicht auf Gott. Sie planten ihre eigenen Wege und lebten ihr Leben nach ihren Vorstellungen. Gewalt, Unterdrückung, Missbrauch – so lässt es sich leicht ausmalen - waren an der Tagesordnung. Der Stärkere setzte sich durch. Die Schwachen gingen unter und konnten froh sein, wenn sie unter dem Schutz eines Stärkeren dahin vegetieren konnten. Das Urteil Gottes über die Menschen in der Urzeit der Menschheitsgeschichte lesen wir in 1. Mose 6 direkt vor der heutigen Tageslosung. „Als aber Gott sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens böse war immerdar, da reute es ihn, dass er die Menschen geschaffen hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen. Gott sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe vertilgen von der Erde, ..., denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.“

So übel steht es in der Urzeit der Menschheitsgeschichte um die Menschen, dass Gott seine Schöpfung revidieren will. Er will die Menschen vernichten, weil sich durch sie offensichtlich Unrecht, Gewalt und Unheil so sehr in der Welt ausbreiten, dass die ganze Schöpfung Gottes sich vor Schmerzen krümmt. „Ich will die Menschen vertilgen, die ich geschaffen habe“, heißt es in der Bibel. Ich muss zugeben, dass es reizt, Parallelen in unsere Gegenwart zu ziehen. Ich widerstehe dieser Versuchung und lese direkt nach dem ausgesprochenen Vernichtungswillen Gottes in 1. Mose 6 die Losung des heutigen Tages: „Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN.“ Ein Mensch und seine Familie heben sich ab von der von Gott diagnostizierten Bosheit der Menschen in der Urzeit. „Noah fand Gnade vor dem HERRN.“

Die meisten wissen, wie diese Gnade Gottes sich für Noah ausgewirkt hat. Noah musste unter dem Gelächter seiner Zeitgenossen eine Arche – ein Rettungsschiff -  bauen. Das Gelächter hörte auf, als die Sintflut kam und nur noch die überlebten, die in der Arche Noahs Zuflucht gefunden hatte – Menschen und Tiere. Die Arche Noahs, die Rettung von Mensch und Tier durch die Arche, Gottes neuer Bund mit Noah und seinen Nachkommen, der Regenbogen. So hat sich die Gnade Gottes für Noah ausgewirkt.

Was heißt das für uns heute? Als Christen vertrauen wir darauf, dass wir in Jesus Christus zwar kein Rettungsschiff haben, aber einen Retter. Der hebräische Name Jesus – Jeschuah – heißt: „Gott rettet“. Das ist für mich die Brücke zur Noah Geschichte. Gott rettet auch uns aus der Verlorenheit unserer Sünde und unseres Lebens, indem er Jesus Christus schickt. Menschen, die sich von Jesus Christus aus der Gottesverlorenheit retten lassen bekennen mit der Bibel: „Es ist in keinem anderen das Heil, es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!“ (Apg. 4,12).
Vielleicht lachen manche über diese Wirklichkeit – Gott verlassen, Sünde, dem Gott und dem Leben verloren. Die Menschen damals, zur Zeit des Noah lachten auch, als er seine Arche auf trockenem Land baute. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr Leben dem  Retter Jesus anvertrauen. Dann heißt es nicht nur: Noah aber fand Gnade vor dem Herrn. Dann heißt es auch über Ihrem Leben: Sie haben Gnade gefunden vor Gott. Ich wünsche es Ihnen, dass Sie heute aus dieser Gnade leben.
 

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