/ Wort zum Tag

Psalm 121,5-6

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

Psalm 121,5-6

Sie sind uns liebenswerte Weggenossen. Ich meine die allgegenwärtigen Schutzengel. Sicher kennen Sie auch die landläufigen Sprüche dazu wie diesen: „Fahre nie schneller als dein Schutzengel fliegen kann.“ Einmal abgesehen davon, ob es wirklich eine solche Einrichtung wie derartige Schutzengel gibt – die wenigen Hinweise in der Bibel lassen mich da zurückhaltend sein – das Wort Gottes für heute verhilft mir da zu einer viel größeren Gelassenheit und Zuversicht.

In Psalm 121, Vers 5 und 6 steht folgendes: „Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.“ Das ist ein Satz aus einem der schönsten Segenslieder, die wir im Alten Testament finden. Mit diesem Lied auf den Lippen machten sich die Menschen in Israel wieder auf den Heimweg. Sieben Tage lang hatten sie in Jerusalem gefeiert. Es war eine Hoch-Zeit mit Gottesdiensten, reichhaltigen Mahlzeiten und so vielen erfreulichen Begegnungen. Doch die Zeit lässt sich bekanntlich nicht aufhalten. So kam mit dem Ende des Festes auch die Ernüchterung, wieder den beschwerlichen Heimweg antreten zu müssen. Ein Weg, auf dem Gefahren drohten. So zogen sie also los. Einerseits noch voller Hochstimmung vom Fest her. Gleichzeitig jedoch auch voller Spannung, ob sie wohlbehalten daheim ankommen werden.

Da stehen am Stadttor die Priester und singen ihnen diesen Psalm zu, aus dem das Wort für heute entnommen ist. Dieses Wort wie auch der gesamte Psalm zeigen mir: Vor Gottes Auge liegt der ganze bevorstehende Weg der Pilger. Gottes Auge sieht die Gefahren der Reise und wie sie sich davor fürchten. Und Gottes Auge sieht auch bereits, wie sie sich wieder ihrem Alltag werden stellen müssen. Die Menschen sind auf den Segen und die Fürsorge Gottes angewiesen in jedem neuen Augenblick. Davon kann es nicht genug geben. Diesen Segen singen ihnen die Priester zu. Segen Gottes, das meint nicht unbedingt, dass es mir immer gut geht. Dass sich niemals Hindernisse und Abgründe auftun könnten. Doch Gottes Segen meint hier: Er hat auf mich acht. Ich bin in seiner Hand. Selbst wenn mir das gerade nicht so vorkommt, als ob Gott wirklich da sei – er ist da. Er behütet.

Das ist keine Garantie, dass ich mir kein Bein breche oder eine ernste Krankheit mir ans Leder will. Doch Gottes Auge ist stets da über mir. Das darf ich ernst nehmen. „Der HERR behütet dich …“ Da klingt das Bild eines Hirten an. Eines Hirten, der fürsorglich darauf achtet, dass den Schafen seiner Herde nicht etwas schaden könnte. Mit diesem Herrn habe ich es heute zu tun. Das dürfen Sie ihm glauben. Der Grund, dass Sie und ich es ihm glauben dürfen, liegt in seinem Namen. Zweimal steht der Name Gottes, Jahwe, ausdrücklich in dieser Zusage. Der Name bedeutet in unsere Sprache übersetzt: Ich bin für dich da! Mit dieser Zusage Gottes, „Ich bin da – an deinem Tag, auf deinem Weg!“ kann ich sehr zuversichtlich diesen Tag leben.
 


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