/ Wort zum Tag

Prediger 5,6

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Wo viele Träume sind und viele Worte, ist auch viel Nichtiges. Gott sollst du fürchten!

Prediger 5,6

Ich weiß natürlich jetzt nicht, zu welcher Sorte Mensch Sie gehören: Es gibt den Traumtänzer und Vielredner, die stillen Wasser und Wortführer - und andere. Sie können sich sicher einordnen.

So lese ich für alle, die gerne Luftschlösser bauen: „Wo viele Träume sind und vielleicht nur wenig Worte, ist auch viel Nichtiges. Gott sollst du fürchten.“

Für diejenigen, die gerne reden, könnte dastehen: „Wo wenig Träume sind und eine Menge Worte, ist auch viel Nichtiges. Gott sollst du fürchten.“

Und wem die Sehnsüchte und Worte abhanden gekommen sind, der würde für sich sagen: „Wo wenig Träume sind und wenig Worte, ist auch Nichtiges. Gott sollst du fürchten.“

Zwei Aussagen bleiben unverändert: Es gibt immer „Nichtiges“ und „Gott sollst du fürchten“.

Der Volksmund sagt: „Träume sind Schäume!“ und „Worte sind wie Schall und Rauch!“ Die platzen einfach, verhallen, lösen sich auf. Aber so ganz bin ich damit nicht einverstanden. Menschen sagen zwar viel, wenn der Tag lang ist, und Träume gehören zum Leben dazu. Aber Salomo hat nicht gesagt: „Alles ist nichtig!“ Es gibt also durchaus Träume und Worte, die wichtig sind, die Bestand haben. Aber welche sind das?

„Gott sollst du fürchten!“ Gott ist der Maßstab meiner Träume und Worte. Was verstehe ich darunter? Gott fürchten heißt für mich, ihn ehren, ihn respektieren und achten.

Das heißt dann im konkreten Fall: Meine Träume und Sehnsüchte mit ihm besprechen und beobachten, wie sie sich entwickeln, wie sie sich auswirken. Sehr hilfreich ist für mich dabei das Aufschreiben. Oder dass ich mit meinem Partner darüber reden kann. Und es wird sich früher oder später herausstellen, was Gott wichtig ist. Und genau das hat Bestand.

Ich persönlich träume jetzt eher wenig, dafür rede ich mehr. „Gib auf deine Worte acht! Stürze dich nicht in unüberlegte Versprechen!“, so lauten ein paar der Ratschläge, die Salomo in den Versen davor aufgeschrieben hat. Gute Ratschläge, die ich mir immer wieder neu verinnerlichen muss. Ein unüberlegtes Wort zerstört viel: die Beziehung zum anderen, das Vertrauen. Ein Lob dagegen baut auf und tut gut. Ein Gottes Wort aber hat Bestand! Wenn es Ihnen und mir gelingen würde, Gott noch mehr mit einzubeziehen in unser Reden. Dann würde das nicht nur gut tun, sondern auch vieles verändern. Auf  Dauer!

Und das wünsche ich mir. So möchte ich leben. Meine Worte anhand der Bibel prüfen: Entsprechen sie Gott? Ehren sie ihn?

Um dann mit Manfred Siebald zu beten:
Gib mir die richtigen Worte, gib mir den richtigen Ton.
Worte, die deutlich für jeden von dir reden: Gib mir genug davon.
Worte, die klären, Worte, die stören, wo man vorbeilebt an dir.
Wunden zu finden und sie zu verbinden: Gib mir die Worte dafür.


Kommentare

Von maite am .

auch für mich (jemand, der eher luftschlösser baut, kreativ ist ;-) und weniger redet) trifft ihr beitrag voll ins schwarze - auch mit dem abwechslungsreichen und witzigen schreibstil. danke schön!

Von Rosemarie Such am .

Da kann ich Ihnen nur zustimmen!!
Das Lied trifft auch auf mich zu, denn ich gehöre auch zu den Leuten, die "das Herz auf der Zunge" haben.
Gottes Segen für Sie und Ihre Familie für das Jahr 2012


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