/ Wort zum Tag

Markus 9,36.37

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Jesus nahm ein Kind , stellte es mitten unter sie und herzte es und sprach zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.

Markus 9,36.37

Wie kam es zu diesem Ereignis.
Jesus hat kurz zuvor einen Streit der Jünger beendet. Und wie er das tat! Er sagte schlichtweg:
„Wer der Größte unter euch sein will, der soll der Diener aller sein.“
Zur Veranschaulichung nahm er ein Kind, stellte es in die Mitte, herzte es und sagte: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.
Herzen wir unser Kind, wenn es mal wieder eine schlechte Note in Mathe nach Hause bringt? Nehmen wir es in die Arme? Das ist heute.
Damals, in der Antike, war ein Kind fast rechtlos und zählte zu den Niedrigsten und Letzten.
Und heute? Haben wir jemals wirklich die Ohnmächtigen, die Kleinen, die Schwachen, die Armen, die Schutzbedürftigen, die Mutlosen, die Verzweifelten, die Weinenden, die Kranken, die Behinderten an- oder aufgenommen?
Jesus spitzt seine Aussage noch zu – es geht gar nicht darum der Größte zu sein. Es reicht und hat Größe und unendlichen Wert, wenn wir nur ein Kind in seinem Namen aufnehmen oder annehmen. Wie viele kinderlose Ehepaare nehmen eigentlich Waisenkinder an oder auf?
Und um im Bild Jesu zu bleiben. Sind die Schwachen und Kleinen in unserer Gesellschaft eigentlich in der Mitte oder doch mehr am Rand? Diese Gretchenfrage muss sich auch die Kirche und die jeweilige Gemeinde oder Gemeinschaft stellen.
Jesus jedenfalls identifiziert sich mit den Armen, Kleinen und Schwachen. An anderer Stelle sagt er uns – gültig bis heute: „Was ihr einem meiner geringsten (Brüder) getan habt, das habt ihr mir getan.“
Nehmen wir diesen Text, dieses Jesuswort, dieses Weihnachtsfest doch einfach als Motivationsschub für unser Engagement für Waisen, Kinder, Schwache, Alte, Kranke, behinderte Menschen – am besten direkt vor unserer Haustür, im eigenen Ort, in unserer Stadt.
Es muss nicht immer  1000 km weit weg sein : Das Gute, das Kleine, das Schwache liegt so nah –vielleicht im Krankenhaus um die Ecke…
Auch ein amerikanischer Film „Blind side“ bringt es auf den Punkt:  Dort versucht ein lieber Mensch zwei Jungen in einer christlichen Privatschule unterzubringen: Der eine mit sehr guten Noten, der andere mit sehr schlechten. Alle Lehrer sind gegen eine Aufnahme des Jungen – bis auf einen. Der sagt: „Wir sind doch eine christliche Schule. Müssten nicht gerade wir den Jungen aufnehmen?!"  
Lassen Sie mich mit einer provokativen Aussage schließen. Ich lege sie einfach Jesus in den Mund.
„Wer mich nicht aufnimmt, ist nicht und niemals der Größte, höchstens der größte Dummkopf, weil er damit Gott selbst als Mitstreiter und Freund seines Lebens ausschlägt.“
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Frohe Weihnachten mit einem liebenden  (Aus-) Blick auf die Kleinen in unserer Mitte!!
 


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren