/ Wort zum Tag

Lukas 2,17

Bibelvers

Als die Hirten es gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.

Lukas 2,17

Die Hirten, die das taten, waren keineswegs Dummköpfe. Im Gegenteil, sie waren echt, helle und kritisch. Da konnte ja jeder kommen und herumposaunen, dass der Messias, der Heiland der Welt, in der Nacht geboren werden würde. Das galt es zu prüfen. Und das haben sie auch getan. Ihr Navi war der Stern. Das Ziel ein Stall. So weit, so gut. Jetzt standen sie vor der Stalltür. Nur noch das bisschen Dreck und das bisschen Tür trennte sie von dem Kind, das ihnen – ja genau ihnen - prophezeit war. Anhalten, umkehren, wegrennen – jetzt nicht!
Der Älteste schob leise die Tür auf – und sie standen im Licht.

Ein Kind, das Kind, ihr Kind, Gottes Kind lag in der Krippe und die Herrlichkeit des Herrn war sichtbar greifbar und leuchtete den Stall aus – bis in den letzten Winkel – auch ihrer Herzen. Kein Engel, kein Gesang, keine Worte waren mehr nötig. Das Kind sagte genug! Überwältigt gingen sie in die Knie und beteten es an. Danach kramten sie ihre Taschen leer und beschenkten das Kind und die Eltern mit allem, was sie hatten. Das Kind hatte ihre Herzen berührt und sie berührten das Kind. Stunden später verließen sie den Stall: verwandelt, erneuert und glücklich breiteten sie die gute Nachricht in ihrer Lebenswelt aus, die gute Nachricht von dem Kind. Sie waren nicht mehr nur Hirten, sondern begeisterte und beauftragte Evangelisten, Boten des Evangeliums. Sie waren und bleiben Verkündiger der Gestalt gewordenen, Mensch gewordenen Liebe Gottes in diesem Kind Jesus. Keiner kennt ihre Namen – aber ist das denn wichtig?

Lassen Sie mich von einer anderen Namenlosen berichten, die es wert ist, genannt zu werden: Am 22.12.1849 wurde der russische Schriftsteller Fjodor M.Dostojewski mit 14 anderen Staatsfeinden zur Hinrichtung geführt. Nachdem man die ersten drei zum Erschießen an die Pfähle gebunden hatte, eröffnete man ihnen, dass der Zar sie begnadigt habe. Dostojewski wurde mit seinen Gefährten in Ketten nach Sibirien gebracht. Auf dem Weg dorthin schenkte ihm eine Frau ein Neues Testament, von dem er sich bis zu seinem Tode nicht mehr trennte. Kurz vor seiner Entlassung schrieb er: “Man muss glauben, dass es nichts Vollkommmeneres gibt als Christus, ja, ich behaupte mit eifersüchtiger Liebe: auch nichts geben kann. Mehr noch: Wenn mir jemand beweisen könnte, dass Christus außerhalb der Wahrheit sei, so zöge ich vor, lieber mit Christus als mit der Wahrheit, die außer ihm wäre, zu leben.“

So weit die Hirten und die unbekannte Frau. Und wie, wo und wann breiten wir Gottes Wort aus? Ist uns die Geburt Jesu nicht Ansporn genug? Ich hoffe doch. Mehr gibt es in unserer Welt und für unsere Welt nicht zu sagen. Wenn das nicht genügt: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Das genau ist Weihnachten. Sagen Sie's weiter. Gott segne Sie.

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