/ Wort zum Tag

Jesaja 50,10

Bibelvers

Wer in der Finsternis wandelt, dass ihm kein Lichtstrahl glänzt, der vertraue auf den Namen des HERRN!

Jesaja 50,10

Schon am frühen Abend wird es in dieser Jahreszeit dunkel. Wer dann nachts vor der Haustür steht und öffnen will, hat ohne Licht seine Probleme. Es ist eben nicht leicht, sich in der Finsternis zu recht zu finden. Wer im Dunkeln durch die Wohnung geht, kann leicht fallen oder sich an Gegenständen stoßen. Wer in tiefster Nacht ohne Straßenbeleuchtung seinen Weg gehen muss, hat kaum Orientierung, macht manchen Umweg und verliert sich schnell im Straßengewirr wie Jugendliche bei einer Nachtwanderung. Mancher verfehlt auch sein Ziel. In der Finsternis macht sich die Angst breit. Sie umklammert uns. Wer dann keinen an seiner Seite hat, fürchtet sich vor Menschen, die ihm etwas Böses antun können. Gefahren lauern an jeder Ecke und wer setzt sich schon gerne unübersehbarer Gewalt aus?  Eben, ohne Licht sind wir der Dunkelheit voll ausgeliefert und sie treibt mit jedem sein Spiel.

Die Dunkelheit, die Finsternis, die Nacht, werden in der Bibel auch symbolisch gebraucht. Sie bezeichnet einen Menschen, der Gott entfremdet ist und dadurch keinen Bezug zu Gott hat. Wer in der Gottentfremdung lebt, versucht auf eigene Weise zu leben. Ein solcher Mensch ist dann einfach Gott los, also gottlos im wahrsten Sinne. Er ist dann auch ohne Wahrheit, ohne  Vergebung von Schuld, ohne Orientierung und ohne Hoffnung. So liefert sich der Einzelne anderen möglichen Mächten aus; denn der Mensch kann nie ohne eine Herrschaft über sich  leben. Wenn er sich nicht Gott zum Herrn des Lebens macht, unterwirft er sich freiwillig anderen Autoritäten, einer Idee, einer Religion oder  atheistischer Weltanschauung.

Mancher sieht in dem Allerlei an Höhen und Tiefen seines Lebens, in den Krisen und Herausforderungen, nur noch den Weg zum Astrologen, zum Wahrsager und Kartenleger. Zuerst ist das interessant und geschieht ganz ungezwungen. Doch je mehr sich einer diesem Bereich als Lebensbewältigung aussetzt, je mehr verfällt er der dämonischen und teuflischen Macht. Auch wer sich die Freiheit in allen Bereichen nimmt, verfällt den Mächten von Alkohol, Habgier, Drogen, Egoismus und Sexualität. Die gesamte Lebensgestaltung - und das meint das Stichwort „wandelt“  - wird dann von Unwissenheit, Unklarheit und Unwahrheit geprägt. Das Vertrauen zu anderen wird aufs Spiel gesetzt und die Einsamkeit bis hin zur Verzweiflung macht sich breit. Ohne Gott sein heißt eben: hoffnungslos sein.

Solchen Menschen ruft der Prophet aus persönlicher Gotteserfahrung, damals und heute, zu: „... vertraue auf den Namen des Herrn.“ Der Name steht für das Wesen Gottes. Kurz gesagt, der vertraue auf Gott, den Schöpfer allen Lebens, den Herrn der Weltgeschichte, den Richter aller Menschen und den Vater Jesu Christi.
Vertrauen heißt dann: mit Gottes Größe zu rechnen, ihn bei seinem Wort zu nehmen, seiner offenbarten Wahrheit sich zu öffnen, ihm in seiner Macht alles im Gebet zu nennen und seine Liebe in Wort und Tat unter den Menschen wahrzumachen.

In diesem Sinn ermöglicht Gott Menschen von heute, ein hoffnungsstarkes Leben, als Einzelner, im Miteinander und weltweit zu gestalten. So werden Menschen im Miteinander zum Modell für andere. Das überzeugt stärker als jedes Argument und jede Diskussion
 

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