/ Wort zum Tag

Matthäus 9,13

Bibelvers

Christus spricht: Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.

Matthäus 9,13

So wie der Förster für den Wald da ist, der Lehrer für seine Schüler, der Arzt für Patienten, so ist Jesus für Sünder da. Mit einem Satz stellt Jesus den Sinn seines Kommens in unsere Welt klar. Jesus sagt: „Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen.“ Nur deshalb hat der Sohn Gottes die Ewigkeit verlassen und ist hineingekommen in Raum und Zeit, hat Fleisch und Blut angenommen, ist Mensch geworden. Seine ganze Aufmerksamkeit und Zuwendung gilt Sündern. Er nimmt Kontakt mit ihnen auf, weil er sie liebt.

Wer aber ist ein Sünder? Was ist Sünde überhaupt? Die Bibel nennt alles, was uns von Gott trennt, „Sünde“. Das Wort „Sünde“ ist keine moralische Kategorie, wie viele Menschen irrtümlich meinen, sondern es ist ein Beziehungsbegriff, der unsere fehlende Beziehung zu Gott beschreibt. Ein Sünder ist demnach ein Mensch, dem die Beziehung zu Gott fehlt. Aber damit fehlt ihm seine Lebensgrundlage, denn Gott ist der Schöpfer und Erhalter des Lebens.

Wie der Fisch das Wasser zum Leben braucht, der Vogel zum Fliegen die Luft, so braucht der Mensch Gott. Als Ebenbilder Gottes sind wir angelegt auf die Beziehung zu Gott. Gott ist das Lebenselixier von uns Menschen. Ohne Gott aber geht der Mensch verloren und ist dem Tod preisgegeben.

In einem Vortrag auf dem Schönblick fasste der Theologe Michael Herbst den Auftrag von Jesus so zusammen: Gott selbst ist in Jesus gekommen und möchte seine verloren gegangenen Töchter und Söhne nach Hause bringen.

In Kassel haben wir es erlebt: Wir wohnten mitten in der City im Gemeindezentrum. Nach einer Veranstaltung waren meine Frau und ich noch in Gesprächen vertieft. Derweil machte unsere 2-jährige Hanna sich selbstständig und lief in die Stadt. Erst nach einer Weile vermissten wir unsere kleine Tochter. Jetzt wurde das ganze Haus abgesucht. Alle Räume wurden „durchkämmt“. Laut riefen wir den Namen unseres Kindes: „Hanna! Hanna!“ und immer wieder „Hanna! Hanna!“ Alles andere war zweitrangig. Wir mussten unsere Tochter wiederfinden. Dann gingen wir auf die Straße riefen, liefen und suchten.
Endlich kam uns jemand entgegen, der erstaunt fragte, warum unsere Hanna in der Einkaufsgalerie herumläuft. Wir fanden sie schließlich im Fahrstuhl zur Tiefgarage der noblen Kurfürsten-Galerie. Überglücklich nahmen wir unsere Tochter in die Arme und trugen sie freudestrahlend nach Hause.

Wie erleben Sie Ihre Beziehung zu Gott? Empfinden Sie die Beziehung zu Jesus eher beglückend oder eher bedrückend? Hat sich vielleicht Sünde in Ihrem Leben breit gemacht? Könnte es sein, dass Sie sich vor dem lebendigen heiligen Gott schlecht fühlen oder sich vor ihm schämen? Es ist ganz egal, wie Sie gerade zu Jesus stehen. Eines steht fest – wer seine Sünde bekennt und Jesus um Verzeihung bittet, dem ruft Jesus zu. „Mein Sohn, meine Tochter, deine Sünden sind dir vergeben. Du bist und bleibst Gottes geliebtes Kind.“ 

Was es heißt, Gottes Vergebung zu erleben, berichtete mir Josef: Als Schwerverbrecher hatte er eine lange Haftstrafe verbüßen müssen. Viele Jahre seines Lebens verbrachte er im Knast. Im Gefängnis wurde er immer wieder von Christen besucht. Dann endlich kam die Entlassung – er war wieder ein freier Mann. Wir freuten uns, dass er in unsere Gottesdienste kam und sogar im Chor mitsang. Nach einer ProChrist-Veranstaltung kam ich mit ihm ins Gespräch. Er sagte mir: „Ich habe so viele Jahre für meine Tat im Gefängnis gesessen, aber meine Schuld wurde ich dadurch nicht los. Aber nun habe ich die Vergebung von Jesus in Anspruch genommen. Erst jetzt bin ich wirklich frei von meiner Schuld.“
 

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