/ Wort zum Tag

1. Thessalonicher 5,5-6

Bibelvers

Ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein.

1. Thessalonicher 5,5-6

Diesen Sommer waren wir an einem Abend bei Freunden eingeladen, die hoch oben auf einem Berg ein Fest feierten. Am späteren Nachmittag begannen wir bei strahlendem Sonnenschein unsere Wanderung zu unserm Treffpunkt. Die Straße war steil, schmal und voller Geröll. Glücklich oben angekommen, breitete sich vor unsern Augen ein herrliches Panorama aus. Wir genossen die Aussicht, das Zusammensein mit unsern Freunden und das feine Essen. Nun ging die Sonne unter und es wurde immer dunkler und kühler. Ich fragte mich, wie ich wohl die steile Straße bergab zurück zum Parkplatz kommen würde? Mein Mann hatte vorsorglich eine Taschenlampe mitgenommen. So gab es für den Abstieg ein wenig Licht. Das war eine weise, für uns dann auch sehr hilfreiche Vorkehrung. Wenn es stockdunkel ist, wird es viel schwieriger, auf einer unebenen und abschüssigen Straße den richtigen Weg zu finden. Es droht die Gefahr eines Fehltrittes und damit verbunden einer Verletzung. Ich merkte an diesem Abend, wie viel lieber ich am helllichten Tag unterwegs bin als in der dunklen Nacht.

Die Bibel empfiehlt uns denn auch, Kinder des Tages, des Lichts zu sein. In 1. Thessalonicher 5, 5-6 macht Paulus uns mit folgenden Worten Mut: „Ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasst uns nun nicht schlafen, wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein.“ Diese Verse schreibt Paulus im Zusammenhang mit der Wiederkunft von Christus. Er ermahnt die Christen, nicht in der Dunkelheit zu leben, weil Jesus jederzeit wiederkommen könnte, völlig überraschend – wie ein Dieb in der Nacht. Deshalb, schreibt Paulus, sollen sie hellwach und nüchtern sein.

Das gilt auch für uns. Wir sollen nicht schlafen und denken, Jesus komme noch lange nicht zurück. Nein, wir sollen die Zeichen der Zeit ernst nehmen und für seine Rückkehr allzeit bereit sein. Was könnte das heißen? Wenn Gott einen festen Platz in unserem Leben hat, brauchen wir nichts im Verborgenen oder im Dunkeln zu tun. Alles, was wir unternehmen, darf von anderen Menschen gesehen werden.  Nüchtern sein bedeutet auch, mit wachen Augen durch diese Welt zu gehen und dabei sachlich, klar und realistisch zu bleiben. Die christliche Gemeinde braucht wache Menschen, die im Licht leben. Menschen, die nicht einfach zu allem nicken oder nur noch Halleluja rufen. Menschen, die auch einmal etwas hinterfragen. Es darf nicht geschehen, dass in unsern christlichen Gemeinden ein oberflächliches Wohlstandsevangelium verkündigt wird. Oder dass es Leute gibt, die sagen, wer richtig glaube, bleibe gesund und müsse nie mehr leiden. Wenn solche Lehren in unseren Köpfen und Kirchen Einzug halten, ist es höchste Zeit, wach zu werden und nach Gottes Wort zu fragen. Wer wach bleiben will, muss in Gottes Gegenwart leben, mit ihm im Gespräch bleiben, beten und sein Wort studieren. Dann kann er mutig Stellung beziehen – auch zu unbequemen Fragen. Ohne wache Menschen in unserer Umgebung laufen wir Gefahr, im Dunkeln zu tappen und zu Fall zu kommen. Halten wir es deshalb mit Paulus, der sagt: „Ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasst uns nun nicht schlafen, wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein.“
 

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