/ Wort zum Tag

Lukas 14,21

Bibelvers

"Der Herr sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein."

Lukas 14,21

Kürzlich lag eine ganz besondere Einladung in meinen Briefkasten. Ich zitiere:

„Du bist für mich ein wertvoller und einzigartiger Mensch. Ich schätze dich sehr und nehme an deinem Sein und Tun mit viel Interesse Anteil. Schön darf ich – gelegentlich – auch dein Interesse spüren. Gerne lade ich Dich als meinen persönlichen Gast zu meinem Fest ein. Ich freue mich, wenn Du kommst!“

Solche Einladungen erhalte ich nicht alle Tage – und Sie wohl auch nicht. Ich freute mich darüber … bis ich merkte, dass ausgerechnet an diesem Termin eine lästige Sitzung eingeplant war. Deshalb schrieb ich einige nette Worte zurück: „Ich habe mich über Deine Einladung sehr gefreut. Du bist für mich auch sehr wichtig. Leider bin ich an diesem Termin aber verhindert. Gerne komme ich ein anderes Mal.“  

Wie kann man eine solche Einladung ausschlagen, fragen Sie sich jetzt vielleicht. Man muss doch das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden und Prioritäten setzen können.

Ja, eigentlich sollte man das meinen. Aber offenbar kommt es doch vor, dass selbst so persönliche und liebevolle Einladungen ausgeschlagen werden … und das nicht erst in unserer oft hektischen Zeit.

Jesus jedenfalls, erzählt im Gleichnis vom grossen Gastmahl genau davon. Ein Mensch macht ein grosses Fest. Viele ehrenwerte Leute sind dazu eingeladen.

Aber sie alle haben gute Gründe für eine Absage: ein Handel ist abzuschliessen, die Ehefrau braucht Aufmerksamkeit … . Doch der Gastgeber lässt sich das Fest nicht nehmen.

„Der Herr sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Strassen und Gassen der Stadt und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein“, so steht es im heutigen Lehrvers in Lukas 14,21.

 

Und um den Festsaal zu füllen, lädt er dann auch noch Landstreicher und Obdachlose ein. Kaum einer von ihnen hat sich diese unverhoffte Einladung wohl entgehen lassen. Jetzt sitzen sie im Saal und geniessen das Fest.

Stellen Sie sich einmal die Gesichter der zuerst eingeladenen, angesehenen Leute vor, wenn sie doch noch gekommen wären und an ihrem Platz, ein Penner oder ein Verkrüppelter gesessen wäre. Manch einer hätte sich darüber wohl grün und blau geärgert.

Doch sie haben die Einladung zum Fest verpasst und nachholen kann man ein Fest, das stattgefunden hat, bekanntlich nicht.

 

Ähnlich – so erzählt es Jesus seinem Gastgeber, einem angesehenen Pharisäer - ähnlich könnte es manchen Menschen auch mit Gottes Einladung zu seinem Fest gehen. 

Und heute? Was würde der Gastgeber wohl heute zu seinen Dienern sagen, wenn niemand kommt?

Vielleicht: „Geht hinaus und holt jene Menschen herein, die arm sind an christlichen Büchern und frommen Gebeten, die ethisch Verkrüppelten, die spirituell Blinden und die geistlich Lahmen“?!

Ich bin überzeugt: sie alle sind eingeladen, genau gleich wie die „Vielbeschäftigten“, die Angesehenen, die Frommen … Menschen wie Sie und ich.

Und ich weiss: An Gottes Fest hat es Platz für alle, die kommen wollen.

 

Wie ist es bei Ihnen? Haben Sie Zeit für dieses Fest? Nehmen Sie Gottes Einladung an?

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