/ Wort zum Tag

Psalm 56,11

Bibelvers

„Ich will rühmen des Herrn Wort“

Psalm 56,11

Es gibt Worte, die verändern dein Leben. Die vergisst du nie wieder. Als er dich gefragt hat, ob du ihn heiraten willst, zum Beispiel. Als deine Tochter zum ersten Mal „Mama“ gesagt hat, zum Beispiel. Als dein Chef dich vor allen anderen gelobt hat: „Nehmen sie sich ein Beispiel an dieser Frau.“ Worte können ein Leben verändern. Gute Worte. Schlechte Worte aber auch. Das zornige Wort deines Vaters: „Du bist nicht mehr meine Tochter.“ Das ärgerliche Wort deines Vorgesetzten: „Alles, was sie anpacken, geht schief.“

 

Worte verändern ein Leben. Worte schaffen einen Raum, in dem du aufatmest. Worte können dir aber auch die Luft zum Atmen nehmen. Worte haben Macht.

 

Das gilt natürlich im Besonderen für die Worte, die Gott spricht. Diese Worte haben noch einmal eine ganz andere Dimension als Menschenworte. Sie sind Worte und Taten zugleich. „Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht.“ Und Jesus sagte: „Steh auf, nimm dein Bett und geh.“ Und er ging zum ersten Mal seit Jahren …

 

Mancher von uns erinnert sich an ein besonderes Wort von Gott. Ein Wort, mit dem er zum Glauben gelockt wurde, in einen Gottesdienst, in eine Evangelisation, in eine Jungscharstunde. Das war ein Menschenwort zunächst einmal. Das Wort des Pastors, des Evangelisten, des Jungscharleiters. Aber es wurde in diesem Moment zu einem Wort Gottes. Und auf einmal war alles anders.

 

Ich erinnere mich an so ein Wort. Es war während eines Bibelabends in unserem Jugendheim. Ich hatte nicht zum ersten Mal gehört, was die Vergebung Gottes eigentlich bedeutet. Aber ich hatte es noch nie so gehört, wie an diesem Abend. Der Pastor hatte gesagt: „Gott nimmt uns die Lasten von den Schultern, damit wir einen Muskel frei bekommen für die anderen.“ Und auf einmal wusste ich: Ich muss mich nicht länger mit den Lasten meines Lebens herumquälen. Ich muss nicht unter der Schuld meines Lebens zusammenbrechen. Gott nimmt sie mir von den Schultern durch Jesus Christus seinen Sohn. Und er tut das nicht nur, damit es mir selber besser geht, sondern damit ich für ihn tätig sein kann in dieser Welt. Damit ich nun meinerseits mich um die Lasten auf den Schultern anderer kümmern kann.

 

Wenn schon für Menschenworte gilt, dass sie einen Raum schaffen können, in dem ich frei atmen kann, dann gilt das erst recht für das Wort Gottes. Wir haben es konzentriert in der Bibel. Darum nennen wir die Bibel auch „Heilige Schrift“ oder schlicht „Wort Gottes“. Dieses Wort erzählt uns, wie Gott ist und wie er sich unser Leben vorstellt. Es erzählt uns, wie Gott nichts unversucht lässt, um uns in seinen Himmel zu locken. Es zeigt uns das Herz des Vaters. Es zeigt uns die Liebe des Sohnes. Es zeigt uns die Wirkungen des Heiligen Geistes und vieles, vieles mehr. Dieses Wort Gottes ist ein schier unerschöpflicher Ozean an himmlischen Wahrheiten und Weisheiten. Mit diesem Wort kann man leben. Mit diesem Wort kann man sterben. David sagt das in seinem Psalm 56 so: „Ich will rühmen Gottes Wort. Ich will rühmen des Herrn Wort.“ Im nächsten Vers beschreibt er die Konsequenzen daraus: „Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht. Was können mir Menschen tun?“ Gottes Wort schafft einen Raum, in dem wir aufatmen können. Es schafft uns einen Rahmen, in dem wir uns entfalten können, einen Platz, an dem wir aufblühen können.

 

Und ich finde, es ist das Wunder aller Wunder. Der große allmächtige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, er spricht mit uns. Er spricht mit mir. Er hilft und heilt und tröstet. Er korrigiert. Er bringt zurecht. Und er sagt vor allem immer wieder das: „Ich liebe dich.“

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