/ Wort zum Tag

1. Mose 1,3

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

1. Mose 1,3

Ich sitze im Sessel einer gemütlich eingerichteten Ferienwohnung. Es ist Ende Mai, es ist so richtig schön lange hell in dieser Zeit. Nun aber beginnt es zu dämmern. Ich greife meinen spannenden Krimi, um weiter zu lesen. Ohne Licht geht das jetzt nicht mehr. Neben mir steht eine praktische Leselampe. Auf einmal habe ich ein Problem: Ich weiß nicht, wie ich diese Lampe zum Leuchten bringen kann. Nirgends kann ich einen Knopf oder Schalter finden. Um die Lampe noch einmal genau zu untersuchen, fasse ich sie an und plötzlich leuchtet sie auf. Noch einmal berühre ich sie vorsichtig, und sie geht wieder aus. Das ist ja genial, denke ich. Die Lampe reagiert auf Berührung. Wenn ich Licht haben will, brauche ich sie nur kurz anzufassen. Klasse, was es doch mittlerweile alles gibt.

Diese Lampe fiel mir beim Lesen unseres Bibelwortes ein. Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Gott braucht noch nicht einmal die Lampe zu berühren, um Licht zu machen. Welche Lampe auch? Es gibt ja gar keine Lampe. Gott ruft das Licht aus dem Nichts, und augenblicklich ist es da.

Ich staune über manche Errungenschaft unserer Tage. Über die Lampe, die durch Berührung angeht. Über mein Navi, mit dem ich sprechen kann. Ich sage ihm meinen Zielort und dann sucht und findet es ihn. Aber immer ist schon etwas da, von dem ich ausgehen kann. Bei Gott ist das ganz anders. Er schlägt nicht zwei Steine aneinander, damit es Funken gibt, um dann ein Feuer zu entzünden, dass dann auch Licht abgibt. Er spricht und dann geschieht es. Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

Ich verstehe, dass manche Leute meinen, das gibt es ja gar nicht. Das kann ja gar nicht sein. „Von nichts kommt nichts“, sagt man. Aber bei Gott ist das anders. Gott, wie er in der Bibel beschrieben wird, der lebendige Gott, ist ja nicht eine Götterfigur unter den vielen anderen. Er ist der Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Er rief sie aus dem Nichts. Er ist der Schöpfer, von dem alles kommt. Und weil er Leben schaffen will, braucht er auch das Licht. Und er ruft das Licht und es ist da. Begreifen können wir das nicht. Wenn Gott wirklich Gott ist, dann muss er für uns auch unbegreiflich sein. Was wir allerdings können, wir können uns auf ihn einlassen. Er hat uns geschaffen und gewollt als seine Kinder. Als freie Menschen, die ihr Leben in Verantwortung vor ihm leben sollen. Wirkliche Freiheit ist nämlich ohne ein verantwortliches Leben nicht möglich. Auch wenn wir durch unsere Trennung von Gott die Freiheit verloren haben und seitdem im Dunkeln tappen, will Gott uns wieder frei machen. Wieder hat er gesagt: Es werde Licht. Und da ist Jesus, das Licht der Welt, unter uns erschienen. Nun müssen wir nicht im Dunkel bleiben. Wir selbst dürfen zu seinen Lichtern werden, mit denen er die Welt erhellen will.

Woher ich das alles weiß? Einmal steht es so in der Bibel und zum anderen glaube ich daran. Ich erlebe, dass es stimmt, was wir früher in einem Lied oft gesungen haben: „O dass du könntest glauben, du würdest Wunder sehn …“ Immer wieder erlebe ich Wunder Gottes in meinem alltäglichen Leben. Vielleicht würden Sie viele davon Zufall nennen. Im gewissen Sinne haben Sie sogar recht damit. Gott lässt mir so manches zufallen. Es sind nicht die spektakulären Dinge, sondern ganz viele ganz natürliche und doch wunderbare Erfahrungen, die ich mit Gott erlebe. Mit dem Gott, der spricht und es geschieht. Diesem Gott kann ich alles zutrauen. Immer wieder hat er auch in meinem Leben sein Licht in dunklen Stunden aufleuchten lassen.
 


Kommentare

Von Kuster Fredi am .

Jakobus 1,13 sagt:Keiner sage wenn er versucht wird:Ich werde von Gott versucht:Doch in 5 Mose 13,4b heißt es:Denn der Herr, euer Gott,versucht euch,um zu erfahren,ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebhabt. .

Von Klaus Jätzschmann am .

Eine wunderbare Auslegung des Wortes. Ja, Jesus ist das Licht der Welt. Den letzten Absatz kann ich mit ganzem Herzen nachvollziehen. Wie oft hat Gott direkt und indirekt in meinen Alltag eingegriffen. Einmal um Dinge wieder ins Lot zu bringen, aber auch das wir sein Wirken in den sogenannten "kleinen Dingen" wahrnehmen und dankbar sein können. Danke für das gute Wort.

Von Werner Kurz am .

Eine wunderbare Auslegung der heutigen Losung! Genau so empfinde ich es auch.
Danke.


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