/ Wort zum Tag

Römer 8,16

Bibelvers

Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.

Römer 8,16

Es ist schon merkwürdig: Trotz der vielen Möglichkeiten, die Menschen heute haben, Schönes und Großartiges zu erleben, geht bei vielen die Angst um. Wo immer mehr Menschen den Glauben an ein Geborgensein in Gott verloren haben, schleicht sich die Angst durch die Hintertür hinein. Und da der Mensch eine Geborgenheit braucht, die ihn durchs Leben trägt, suchen es viele über die Familie hinaus in Wohlfühlkursen oder esoterischen Zirkeln.

Aber gerade hier ist der christliche Glaube gefragt. Bloß durch die Taufe wächst uns der Glaube an Gott nicht von alleine zu. Wir müssen uns auch mit ihm beschäftigen! Ihn an uns heranlassen! Und zwar ganz! Ein Mann wurde gefragt, warum er nie ein Flugzeug benutze. Er soll gesagt haben: „Ich fühle mich dabei zu sehr in Gottes Hand.“ Dieser Satz macht etwas offenbar von dem Zwiespalt in ihm zwischen Glaube und Zweifel, zwischen Gottvertrauen und Lebensangst. Und genau das ist der Punkt bei vielen: Sie möchten in Gottes Hand sein, aber nicht zu sehr. Sie möchten bei Gott geborgen sein, aber nicht alles in seine Hand geben. Sie möchten einen Halt haben, aber auch selber etwas in der Hand behalten. Aber kein Fisch hat Angst vor zu viel Wasser, kein Vogel hat Angst vor zu viel Luft. Und kein Mensch braucht Angst zu haben vor „zu viel Gott“. Denn wir brauchen ihn alle wie die Luft zum Atmen.

Aber auch wenn ein Mensch an Gott glauben möchte, erfährt er, dass sein Glaube sehr schwankend sein kann. Er kann ihn nicht immer fest im Griff haben. Daher braucht jeder Mensch einen Anker, der ihn und seinen Glauben festhält. Und um diesen Anker dürfen wir bitten. Dann gibt uns Gott das schönste Geschenk, das es gibt: den heiligen Geist. Dessen Aufgabe ist es, den Glauben an Jesus Christus in uns zu verankern und zu festigen. Er ist die Nähe Gottes, ohne dass wir es merken oder fühlen. Oft können wir es erst im Rückblick erkennen, dass der Geist Gottes am Werk war.

Aber tatsächlich gibt es ein Kriterium, anhand dessen jeder bei sich selbst erkennen kann, dass der Geist Gottes in ihm wirksam ist: Dieser Geist bezeugt nämlich unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Er schenkt Gewissheit und Frieden darüber, dass ich wirklich zu Gott gehöre und in ihm geborgen bin. Es wächst eine Beziehung, die ich innerlich spüre, die mich trägt, die Freiräume schafft und Vertrauen gibt. Es ist eine Beziehung, wie sie Kinder mit ihren Eltern erleben. Damit bin ich nicht davor gefeit, Ängste zu bekommen, aber der Geist Gottes gibt die Gewissheit, dass ich nicht alleine bin. Denn der Christ darf in einem kindlich-vertrauensvollen Verhältnis zu Gott leben – ohne Angst! Das gibt Mut und Hoffnung für jeden Tag – und genau das wünsche ich Ihnen!

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