/ Wort zum Tag

2. Thessalonicher 1,12

Bibelvers

So soll der Namen unseres Herrn Jesus verherrlicht werden unter euch und ihr in ihm, wie es der Gnade unseres Gottes und unseres Herrn Jesus Christus entspricht.

2. Thessalonicher 1,12

Manche Themen und Gedanken der Bibel sind für mich zunächst sehr fremd. Ich versuche darum immer wieder, mir etwas vorzustellen – auch wenn ich weiß, dass diese Vorstellung der Wirklichkeit nur annäherungsweise entspricht. Wenn es im Pfingstlied heißt: „O heiliger Geist, du Tröster wert“, dann habe ich die Vorstellung, dass da jemand neben mir sitzt, einfach da ist und mir zeigt: Du bist jetzt nicht allein.

Wie aber kann ich mir diese Wechselseitigkeit vorstellen, die in 2. Thessalonicher 1 beschrieben wird – und nicht nur dort. Der Name Christi soll in den Christen verherrlicht werden – und wir in ihm. Das muss ich auflösen, um es zu verstehen und mir vorstellen zu können.

Verherrlichen – das hat im Urtext mit Gewicht zu tun, mit Bedeutung. Eine gewichtige Persönlichkeit kann ihr ganzes Gewicht in die Waagschale werfen, um bestimmt Ziele zu erreichen. Und genau darum geht es. Welches Gewicht messen wir Jesus Christus bei? Trauen wir seinem Wort? Oder sind wir immer von neuem unsicher, ob es wirklich richtig ist?

Da sagt mir jemand: Du wirst sehen, so wird es kommen, verlass dich drauf. Der setzt das durch. Ich kann jetzt zustimmen, ablehnen oder unsicher abwartend bleiben. Wenn mein Gegenüber mein Vertrauen genießt, wenn er „ein gewichtiges Wort mitreden kann“, dann werde ich ihm zustimmen. Sein Wort hat Gewicht. Solcher Art ist die Verherrlichung, die Paulus hier meint. Sie ist sehr konkret und klar.

Nun aber sollen wir noch einen Schritt weiter gehen. Es geht ja um die Verherrlichung des Namens Christi in der Gemeinde und in jedem einzelnen. Hat sein Wort in unserer Gemeinde und in uns selbst ein solches Gewicht? Und zwar automatisch – ohne lange Debatten? Dann sind wir nicht nur nach seinem Namen genannt, dann drückt sich diese Zugehörigkeit auch in unserem Denken und Handeln aus. Und damit wird dann auch der Name von Jesus Christus in uns herrlich gemacht.

Dann aber gilt auch umgekehrt: Christen werden in Christus verherrlicht. Sie gewinnen an Ausstrahlung. Ihr Wort gewinnt an Gewicht, weil Menschen drum herum spüren: das ist echt. Das ist nicht der übliche Schwall warmer Luft, dem wir leider allzu oft begegnen, sondern da steht jemand hinter dem, was er sagt. Wie wohltuend in unserer Zeit – und wie selten.

Davor sind auch die Christen nicht geschützt. Dem Apostel Paulus ist das sehr bewusst, darum ist es für ihn ein Gebetsanliegen. „Wir beten für euch allezeit“, schreibt er der Gemeinde von Thessalonich. Am besten kann ich mir das mit dem Bild von Zahnrädern vorstellen. Zahnräder, die ineinander greifen und etwas bewegen – sogar Herzen. Ein Zahnrad steht für Christus in uns, das andere steht für Christen in Christus. Beides greift ineinander. Und der Motor ist der Heilige Geist. Er setzt uns in Bewegung – wie Paulus es für die Gemeinde erbetet.

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