/ Wort zum Tag

Joel 3,5

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden.

Joel 3,5

Als ich ein Kind war, betete ich jeden Abend: „Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm. Amen.“ Dieses Gebet war mir sehr ernst. Unter „Fromm-sein“ konnte ich mir zwar nicht viel vorstellen, aber in den Himmel kommen wollte ich auf jeden Fall. Da war es bestimmt wunderschön!

Die Sache mit dem Himmel beschäftigt die Menschheit schon länger. Auch unsere Tochter. Neulich kam sie zu mir und fragte: „Mama, wie kann ich sicher sein, dass ich in den Himmel komme?“ Interessanterweise antwortete ich mit den alten Worten von Joel: „Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden!“

Der Prophet sagte das damals in eine Zeit hinein, als es den Israeliten gar nicht gut ging. Heuschrecken fraßen die Ernte auf, und das ganze Land erlebte eine Dürrekatastrophe. Überall Hunger und Leid (Joel 1). „Not lehrt beten“, so lautet ein altes Sprichwort. Und Joel machte Mut dazu! „Wer des HERRN Namen anrufen wird …!“

Jeder Israelit wusste damals, dass Gott viele Namen hatte: Er war zum Beispiel der Herr der Gerechtigkeit (Jer. 23,6), ein Versorger (1. Mo 22, 14). Er war der Herr des Friedens (Ri 6, 24). Außerdem Arzt (2 Mo 15,26) und Hirte (Psalm 23,1). Wenn jemand aus dieser Krise herausführen konnte, dann war es Gott! „Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden!

Errettet werden aus der ganzen Not, erlöst von Krankheit und Sorgen, befreit von aller Schuld und eingehen in die Herrlichkeit! Große Worte von Gott an sein Volk! Große Worte zum Hineinwachsen! Wahrscheinlich haben die Israeliten gar nicht so weit gedacht. Sie haben sich einfach nur das Ende der Heuschreckenplage gewünscht. Und wieder Regen und Essen. Ein Stückchen Normalität im Alltag!

Der Mensch denkt oft zu kurz! Ein paar hundert Jahre später zitierte Petrus den Propheten Joel: „Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden!“ Das geschah an Pfingsten. Vor ca. 2000 Jahren in Jerusalem. Und Petrus fasste den Namen Gottes neu zusammen: „Kein anderer Name ist den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden als allein der Name Jesus“ (Apg. 4, 10-12). Die Reaktion war erstaunlich: „Was sollen wir tun?" Tausende ließen sich taufen. Die erste Gemeinde wurde gegründet. Die Menschen verstanden, um was es ging! Gottes Wort kam an!

Heute geht diese Verheißung an Sie und mich. „Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden!“ Den Herrn anrufen ist meine Angelegenheit, mein Beitrag. Das kann ich tun! Errettet werden ist Gottes Angelegenheit. Das kann nur er tun! Und da vertrau' ich drauf. Dieses „soll errettet werden“ ist für mich ein Versprechen. Und die Antwort auf die Frage: Wie komme ich in den Himmel?! Übrigens, unsere Tochter verstand diesen Satz aus der Bibel. Sie fragte: „Was muss ich tun?“ „Einfach Jesus sagen, dass du zu ihm gehören willst.“ Zu einfach? Vielleicht. Aber für den Anfang genügt es. Weil es große Worte sind – zum Hineinwachsen!

 


Kommentare

Von Ines Grafl am .

Das Gebet ist ein Stück Kindheits-erinnerung; danke für die Auslegung - jesusmäßig starke Worte zum Hineinwachsen!

Von Rosemarie Bayer am .

In den vergangenen Jahren durfte ich immer wieder erleben, wie ich aus Krankheiten heraus wieder geheilt wurde. Viele Gebete wurden für mich gebetet.
Doch wie kann ich Mitchristen, die in diesen tiefen Tälern stecken und meinen Gott erhört ihren Ruf nicht weiterhelfen?

Von gisela Walde am .

Ja, das Gebet haben wir als Kinder auch immer gebetet, manchmal schon halb schlafend, deshalb mussten wir immer zum Beten knien. Mein kleiner Cousin betete mal so: "Lieber Heiland mach mit fromm, dass ich in den Himmel komm." Dann schaute er auf und fragte die Mutter:"Mama, was soll ich da?"

Von Sabine am .

Einfach nur ein Dankeschön für diese Auslegung. Sie hat mich sehr angesprochen.

Von elisa5 am .

Das tut gut. Weil es einfach ist. Weil ich mir das zumuten kann. Einfach nur den Herrn JESUS anrufen. Und das Errettet werden dann Gottes also auch Jesus' Sache sein lassen. Das geht mich dann nix mehr an. Ich bade einfach in seiner Liebe und lerne das anzunehmen, was ER mir zumutet. aehm - in kleinen Schritten, ohne Widerspruch, egal was es ist. Und so will/muss ich langsam auch lernen mein eigenes Sterben anzunehmen in der Hoffnung, dass es bloss ein Sterben und kein endgueltiger Tod ist.


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