/ Wort zum Tag

Psalm 32,3.4.5

Bibelvers

Als ich es wollte verschweigen, verschmachteten mein Gebeine. Denn deine Hand lag Tag und Nach schwer auf mir. Darum bekannte ich dir meine Sünde.

Psalm 32,3.4.5

Der König David sagt: „Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Trug ist“ (Ps 32,1+2). So beginnt der 32. Psalm. David sagt das so, weil er unter einer Sünde sehr gelitten hat. Denn er sagt weiter: „Als ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine. Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir. Darum bekannte ich dir meine Sünde“ (Ps 32,3+4a+5a).

Möglicherweise hat David folgende Sünde so belastet: Eines Abends sah er vom Dach seines Königshauses eine Frau, die sich wusch und „von sehr schöner Gestalt war“. Es war Batseba, die Frau eines seiner Offiziere, des Uria. Der König ließ sie in seinen Palast holen und es kam zum Ehebruch. Daraufhin versuchte David mit allen Mitteln, diese Sünde zu verschleiern. Er ließ den Offizier Uria auf Heimaturlaub kommen. Dabei hoffte David, der Mann werde mit seiner Frau sexuelle Gemeinschaft haben. Deshalb machte David ihn sogar betrunken. Aber dieser Uria war ein gewissenhafter Soldat und ging eben nicht nach Hause, sondern schlief bei den anderen Soldaten des Königs. Daraufhin schickte David den Offizier wieder an die Front, gab ihm aber einen Brief an den General Joab mit der Bitte, Uria im Kampf da aufzustellen, „wo der am härtesten ist“. Es kam so, wie es kommen musste, der Offizier fällt in der Schlacht. Anschließend nahm David die Witwe Batseba offiziell zur Frau. „Aber“, so heißt es dann abschließend in diesem biblischen Bericht, „dem Herrn missfiel die Tat, die David getan hatte“ (2. Sam 11,27).

Obwohl diese Sünde David umgetrieben hat, muss Gott erst den Propheten Nathan zu ihm schicken. Dieser hält dem König seine Sünden vor: Ehebruch, Lüge und Auftragsmord. Da kann David nicht mehr weiter und sagt: „Ich habe gesündigt gegen den  Herrn.“ Nathan sprach zu David: „So hat auch der Herr deine Sünde weggenommen “ (2. Sam 12,13).

Das ist bis heute die richtige Reihenfolge:
1. Die Sünde erkennen.
2. Diese Sünde bekennen, damit
3. Gott mir die Sünde vergeben kann.

So wie es im 1. Johannesbrief heißt: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“  (1. Joh 1,9). Dann aber kann es zu recht heißen: „Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind.“ Schließlich heißt es am Schluss des 32. Psalms: „Freut euch des Herrn und seid fröhlich, ihr Gerechten, und jauchzet, alle ihr Frommen“ (Vers 11).

Diese Befreiung von der Sünde ist dann besonders groß, wenn diese Sünde sich im Leben eines Menschen auch körperlich niedergeschlagen hat. Manch einer ist eben krank, weil er eine Sünde mit sich herumschleppt oder weil er immer wieder sündigt in einem ganz bestimmten Lebensbereich. David hat das so hautnah erfahren: „Als ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine, denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir“ (Vers 3+4a). Doch nachdem er seine Sünde bekannt hat, ist er ein ganz anderer Mensch. Das Leben kann noch einmal beginnen. Sein Verhältnis zu Gott ist wieder in Ordnung. Seine Freude ist unbeschreiblich groß.
Wenn ich das weiß, sollte ich das nächste Mal, wenn ich wieder gesündigt habe, nicht so lange mit dem Bekenntnis meiner Schuld warten, bis sogar mein Körper daran krank wird, sondern meine Sünde Gott bekennen. Dafür ist Jesus am Kreuz von Golgatha gestorben. Darum wird Gott mir meine Sünde vergeben.
 

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