/ Wort zum Tag

Hosea 11,3

Bibelvers

Ich lehrte Ephraim gehen und nahm ihn auf meine Arme; aber sie merkten's nicht, wie ich ihnen half.

Hosea 11,3

Wann haben Sie zum letzten Mal eine Geburtsanzeige in der Hand gehabt? Nicht wahr, da spürt man ja förmlich die Freude und die Liebe der Eltern. Diese Freude beflügelt sie. Sie tun alles, um ihren Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Aber wenn die Kinder die Grundschule verlassen, beginnt sich etwas zu verändern. Dann ..., ja dann beginnen viele Eltern und andere Verantwortliche zu resignieren. Die jungen Leute gehen ihre eigenen, oft provozierenden Wege. Sie setzen alles daran, ihr Leben so zu leben, wie sie es sich vorstellen. Diesen Ablösungsprozess erleben Eltern mehr oder weniger spannend, oft auch leidvoll. Von der anfänglichen Freude ist nicht mehr viel zu spüren. Trotzdem werden sie immer an ihren Kindern hängen. Sie werden sie nicht wirklich vergessen können.

Diese natürliche Entwicklung wird nun zur Vorlage für eine Geschichte. Der Prophet Hosea muss sie den Leuten im Nordteil des Landes erzählen. Es ist eine Geschichte, die mit so großen Hoffnungen begann, eine, in der Liebe die Hauptrolle spielte und die immer wieder abbrach. Ständig setzte das Volk Israel die Beziehung zu seinem Gott aufs Spiel. Eigentlich müsste Gott schon längst einen Schlussstrich gezogen haben. Doch er bringt es einfach nicht fertig. ... Ja, wir haben richtig gehört: Gott bringt etwas nicht zustande, nämlich: Diese Beziehung zu beenden.

Er zieht ein Resümee, Zitat Hosea 11, Vers 3, das für heute ausgewählte Wort aus dem Alten Testament: "Ich lehrte Ephraim gehen. Ich nahm ihn auf meine Arme. Aber sie merkten es noch nicht einmal, wenn ich ihnen half." Wir spüren den Schmerz Gottes in diesen Worten. Darüber, dass sie weggehen, dass sie die neu erlernte Fähigkeit nutzten, um sich zu emanzipieren, um ihre eigenen Wege zu gehen. Aber Gott tut nun nicht dumm. Er bleibt seinem Volk trotzdem zugewandt. Er hilft ihnen, auch wenn sie seine Hilfe gar nicht mitbekommen, geschweige denn sie würdigen. So ist Gott. Er lässt sich in seiner Liebe zu uns Menschen nicht beirren.

Was bedeutet das für Sie, für den heutigen Tag, wenn die neue Woche wieder beginnt? Man kann das missverstehen. Es gibt nicht wenige, die argumentieren dann: Gott wird sich ja schon um mich kümmern, wenn ich es nötig habe. Das wäre fatal. Dieses Wort lädt Sie vielmehr ein, sich hier und heute diesem Gott zuzuwenden. Er wartet darauf, auch wenn Sie sich bisher nicht um ihn gekümmert haben oder wenn Ihre Beziehung zu ihm in der letzten Zeit gelitten hat. Sie sind eingeladen, neu zu entdecken, dass dieser Gott Sie bis hierher getragen hat, Sie immer noch festhält, Sie nicht loslässt. Ich wünsche Ihnen, dass das einen Anfang bzw. einen Neustart ermöglicht.               

 

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