/ Wort zum Tag

Epheser 4,29

Bibelvers

Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut udn was notwendig ist, damti es Segen bringe denen, die es hören.

Epheser 4,29

Im letzten Herbst haben meine Frau und ich bei guten Freunden schöne Äpfel ernten können. Jetzt lagern sie in mehreren Kisten in unserem Keller. Und immer, wenn wir einige holen, um sie zu genießen, dann schauen wir
uns alle andern auch an. Denn wir haben feststellen müssen, da greift die Fäulnis um sich. Ein Apfel, der oft nur eine kleine faule Stelle hat, fault nicht nur selbst schnell weiter und wird ungenießbar, sondern er steckt auch seine „Nachbarn“ mit dieser Fäulnis an.

An diese Erfahrung musste ich denken, als ich das Bibelwort für heute aus dem Epheserbrief  las. Paulus schreibt da an die Christen in Ephesus in Kapitel 4, Vers 29: „Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.“ Wenn das mal bloß so einfach wäre: „kein faules Geschwätz“ mehr aus meinem Mund kommen zu lassen! Wenn einer erst mal damit angefangen hat, etwas „Schlechtes, Faules“ über einen andern zu sagen, dann ist die Atmosphäre schnell vergiftet und breitet sich aus!

Aber wie kann ich das ändern?! Schauen wir uns den Text einmal etwas genauer an. Paulus verwendet hier denselben Begriff wie Jesus in Matthäus 12, 33: „Wie der Baum so die Frucht! Ein guter Baum trägt gute Früchte, ein fauler Baum trägt faule Früchte.“ Das heißt doch, die Frucht sagt etwas über den Baum, an dem sie gewachsen ist aus! Sie macht sichtbar, was sonst verborgen ist! Paulus will die Christen daran erinnern, dass seit ihrer Lebensübergabe an Jesus Christus in ihrem Leben ein  Herrschaftswechsel stattgefunden hat. In Christen ist der Heilige Geist Gottes ausgegossen!
Christen haben ein neues Herz geschenkt bekommen. Ein Herz, das Gottes Stimme hört und mehr und mehr lernt ihr zu gehorchen! Das heißt doch, wer zu Jesus Christus gehört ist mit neuem Leben erfüllt! Und diese Lebenserneuerung will nun auch nach außen wirken: Frucht bringen! Weil Gott so viel Gutes in jeden Christen hinein gelegt hat, kann da nun wirklich gute Frucht wachsen! Dieses Wissen soll jetzt mein Herz und meinen Kopf  prägen. Das befreit mich, meine alten Gewohnheiten, die faule Früchte brachten, abzulegen. Gottes Geist wird mir in meinem Alltag die Augen für seine Gegenwart und sein Wirken öffnen. So kann ich dann in dem lebenslangen Prozess des geistlichen Reifens wachsen. Und aus meinem Mund werden dann gute Worte kommen, die für andere Menschen eine hilfreiche Korrektur sind. Die sie ermutigen! Die sie auf Jesus, den Heiland hinweisen, der Not wendet! Mein Reden soll und kann Segen bringen für die Menschen, die mir zuhören.

Segen ist das, was ich von Gott selbst empfangen habe, indem er mich mit seinem Heil und seinem Frieden beschenkt; mich wieder gemeinschaftsfähig mit ihm und andern Menschen macht. Da haben wir doch wirklich Gutes weiterzusagen … auch heute! Und um diesen Lebensprozess bei mir am Laufen zu halten, habe ich es mir seit einiger Zeit angewöhnt, täglich mehrmals zu prüfen: „Was hat Gott heute konkret an Gutem in mein Leben geschenkt?“ Dafür danke ich ihm dann herzlich. Und ich frage auch: „Wo habe ich faule, schlechte Worte ausgeteilt?“ Da bitte ich Gott und Menschen um Vergebung. Gott sei Dank ist es in der Zwischenzeit immer wieder so, dass Gottes Geist mir in kritischen Situationen schon im Vorfeld signalisiert, „sag’ diese Worte in dieser Situation nicht, sie bauen nicht auf!“ Dann schweige ich oder sage etwas Ermutigendes! „Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.“
 

 

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