/ Wort zum Tag

Jesaja 9,4

Bibelvers

Jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt werden.

Jesaja 9,4

Gott verheißt mit diesen Worten eine Zeit, in der es keine marschierenden Soldaten mehr gibt. Gott verheißt mit diesen Worten eine Zeit, in der es kein Blutvergießen mehr gibt und keine Armee und keine Polizei, die dem Blutvergießen der Gewalttäter gewaltsam Einhalt gebieten muss.

Ein Friedefürst wird verheißen, durch dessen kluge Herrschaft sich Recht und Gerechtigkeit ausbreiten bis in die fernsten Winkel der Erde. Viele kennen diese Verheißungsworte. Es sind alttestamentliche Verheißungsworte, die oft in den Weihnachtsgottesdiensten gelesen werden: „Das Volk, das im Finstern wandelt sieht ein großes Licht und über denen, die da wohnen im finstern Lande scheint es hell. ... Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. ... auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende.“

Gott setzt seinen Friedenskönig auf dem Thron Davids, und Recht und Gerechtigkeit werden sich ausbreiten „von nun an bis in Ewigkeit“.

Mit dem Stichwort „Weihnachten“ habe ich es schon angedeutet: Wir Christen sehen die Verheißung des Friedenskönigs Gottes mit der Geburt Jesu Christi als erfüllt an. Wir glauben und bekennen: „Jesus Christus ist unser Friede“ – und nicht nur unser, sondern der Friedensbringer, der Friedenswirker der ganzen Welt.

Jesus Christus schenkt uns Menschen durch seinen Versöhnungstod Frieden mit Gott. Ich wünsche Ihnen diesen Frieden nicht nur für heute. Jesus Christus schenkt diesen Frieden für die ganze Ewigkeit. Der Friede Christi will sich und soll sich aber in unserer Welt ausbreiten. Dazu sucht Jesus Menschen, die sich von seinem Frieden anstecken und als Friedensstifter senden lassen. „Selig, die Frieden stiften“ – sagt Jesus selbst in der Bergpredigt – „sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden (Mt 5,9).“ Wollen Sie solch ein Friedenstifter heute sein?

Ich habe Anfang dieses Jahres eine christliche Palästinenserin aus Bethlehem kennen gelernt. Auf einer Tagung erzählte sie über die Situation der Christen in Bethlehem. Von der israelitischen Besatzungsmacht – und so empfindet sie die israelischen Panzer und Soldaten in Bethlehem – wird sie als palästinensische Zeitbombe angesehen. Von der überwiegenden islamischen Mehrheit der Palästinenser wird sie der Kollaboration mit den Israeliten verdächtigt. So sitzt sie im wahrsten Sinn des Wortes „zwischen den Stühlen“. „Ich bin nicht euer Feind“, das hat diese Frau mit weißen Buchstaben auf ihr Haus geschrieben. „Nennt mich nicht Feind“, das versucht diese Frau mit ihrer ganzen Familie in Bethlehem zu leben – sowohl gegenüber den Palästinensern, als auch gegenüber den israelischen Soldaten. Diese christliche Palästinenserin aus Bethlehem lebt so ihren Friedensdienst im Vertrauen auf Jesus Christus.

Als Christen bekennen wir uns zu Jesus Christus als den Friedefürsten Gottes. Lassen Sie uns heute in seinem Namen, wo immer wir sind, Frieden stiften. Gott segne uns dabei.
 

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