/ Wort zum Tag

Matthäus 2,9

Bibelvers

Der Stern, den die Weisen im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war.

Matthäus 2,9

Der Stern ist ihr treuer Begleiter. Als sie loszogen, hatten sie keine Wegbeschreibung, keine Karte, noch nicht einmal eine Adresse, die sie n den Routenplaner im Internet hätten eingeben können. Aber sie hatten ein Ziel, eine Vision. In ihren Herzen trugen sie die Bilder, die sie sich von ihrem Ziel gemacht hatten – sie hatten in sich die Hoffnung, einen König zu treffen, der seine Macht und seinen Einfluss für Gerechtigkeit und für das Wohl aller einsetzt. Sie träumten von einem König, der alles besser, ja heil machen wird. Sie setzten auf Macht und Reichtum des neu geborenen Königs. Sie hatten von dem, was kommen wird, nur einen Ahnung. Nein, eigentlich hatten sie keine Ahnung, was auf sie zukommen wird und auch keinen Plan. Sie hatten nur einen Führer, dem sie vertrauten, den Stern – sie sind losgezogen und haben den König gefunden, der ganz anders war, als erwartet und doch alle ihre Erwartungen noch übertraf, den König, der die Welt in ihren Grundfesten erschütterte und sein neues Friedensreich ohne alle Grenzen bis heute aufbaut. Sie haben gefunden, wonach sie gesucht haben, obwohl sie nichts von dem gefunden haben, was sie gesucht hatten.

Das, was diese weisen, heiligen drei Könige damals erlebten, ist so etwas wie der Prototyp aller Erfahrung von Führung durch Gott selbst. Gott pflanzt Menschen den Traum von einem besseren Leben ins Herz, die Hoffnung auf Leben, das sich lohnt, auf Liebe, die bestand hat, auf Gerechtigkeit, die Sehnsucht nach Veränderung, nach Heilung – Gott pflanzt den Menschen die Sehnsucht nach ihm selbst ins Herz, den unstillbaren Wunsch, Gott zu begegnen, ihn zu kennen und von ihm liebevoll durch das Leben begleitet zu werden.
Mit dieser Sehnsucht im Herzen machen sich Menschen auf den Weg – manchmal äußerlich, oft innerlich – sie öffnen ihr Leben der Möglichkeit, dass es vielleicht wirklich noch mehr geben könnte, und das dieses Mehr wirklich irgendwo zu finden sein wird. So machen sich Menschen auf die Suche – oft tastend, ins Ungewisse – durch Versuch und Irrtum – oft enttäuscht, aber nie allein gelassen. Auch auf allen Irrwegen und Umwegen sind sie von Gott begleitet. Es könnte nur sein, dass wir Menschen nicht mehr so klar die Sterne sehen, die uns den Weg zu Gott weisen – auch die Weisen Könige damals haben ja lange vorher studiert und nachgedacht, haben gelernt, die Sterne zu lesen und ihren Lauf zu bestimmen. So kann man auch im Laufe seines Lebens lernen, die Führung Gottes im eigenen Leben besser zu verstehen – aber es bleibt immer auch ein Schritt ins Ungewisse – nur im Vertrauen darauf, dass Gott das Ziel fest im Auge hat und es wird immer wieder so sein, dass Menschen nicht das finden, was sie gesucht haben, aber sehr wohl das finden, wonach sie wirklich suchen – Gott gibt sich selbst als Antwort auf unsere Sehnsucht – Gott gibt Leben und Freude im Überfluss, indem er sich selbst gibt.
Gott sieht das Ziel schon, auch für Ihr Leben und genauso treu, wie der Stern bei den Weisen geblieben ist, genauso treu bleibt Gott bei ihnen und führt sie unbeirrbar mit zärtlicher Hand zum Ziel an dem die Sehnsucht erfüllt wird, zu sich selbst.
 

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