/ Wort zum Tag

Lukas 12,32

Bibelvers

Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.

Lukas 12,32

Es ist ein großes Vorrecht, zur kleinen Herde zu gehören, die teilhat am Reich Gottes. Eigentlich sind alle Menschen eingeladen. Aber wenn das Evangelium von Jesus Christus verkündigt wurde, haben es oft nur wenige angenommen. Viele der Zuhörer missachteten die Einladung ins Reich Gottes,  sie nahmen die Botschaft nicht ernst oder lehnten sie völlig ab.

Wer teilhat am Reich Gottes, der hat einen Vater, der für ihn da ist. Wie Kinder in einer gesunden Familie versorgt werden, Liebe erfahren, Vertrauen erleben, so schenkt Gott denen, die durch Jesus Christus sich ihm zuwenden, ein Zuhause, Geborgenheit und Frieden. Zwar leben wir noch in dieser Welt, in der Ungerechtigkeit und Hass regieren und in der Krieg und Terror Angst und Schrecken verbreiten. Aber Christen wissen zugleich um den Schutz und die Bewahrung dessen, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist.

Jesus ruft uns zu: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohl gefallen, euch das Reich zu geben.“

Wer teilhat am Reich Gottes, hat höhere Wertmaßstäbe. In dieser Welt geht es um Essen und Trinken, Kleidung und Wohnung, Besitz und Vermögen, Macht und Ansehen. Sehr viele Menschen setzen ihre ganze Lebenskraft nur dazu ein, diese Güter für sich zu vermehren. Sie wissen zwar, dass das Totenhemd keine Taschen hat. Niemand kann davon etwas über das Grab hinaus mitnehmen. Dennoch sind sie besessen von der Gier: „Je mehr er hat, je mehr er will, nie schweigen seine Klagen still.“

Wer teilhat am Reich Gottes, bekommt einen Blick für das, was Leben wirklich ist. „Das Leben ist mehr als die Speise“, sagt Jesus. „Das Leben im Reich Gottes hat mit Gerechtigkeit, mit Friede und Freude in dem heiligen Geist zu tun“, sagt Paulus. Diese Werte bedeuten weit mehr, als das rein leibliche Wohl.

Gott schenkt uns seine Gerechtigkeit. Mit ihr werden wir Persönlichkeit und bekommen Stehvermögen. Wer gerecht geworden ist, kann vor Gott und vor Menschen stehen und aufrichtig seinen Weg gehen.

Doch gerecht sind wir nicht aus uns selbst. Wir sind alle Sünder und vielfältig vor Gott und an Menschen schuldig geworden. Durch Jesus Christus bekommen wir Vergebung, wenn wir unsere Sünden bekennen und an ihn abgeben. Die Frucht dieser Gerechtigkeit ist Friede. Wer gerecht geworden ist, ist frei von dem bösen Gewissen. Er ist innerlich heil geworden. Das ist das größte Gut, das Menschen bekommen können, Vergebung von Gott zu empfangen und von ihm angenommen zu sein.

Es ist ein großes Vorrecht, zu der kleinen Herde zu gehören und jetzt schon - verborgen und bruchstückhaft - Anteil zu haben am Reich Gottes. Um einen Vater im Himmel zu wissen und von ihm geliebt zu werden.

Aber noch viel gewaltiger wird es sein, wenn Jesus Christus sein Reich zur Vollendung führt und wir vollen Anteil haben an allem, was ihm gehört. Mit dieser Hoffnung im Herzen gehören Christen gerne der kleinen Herde an, auch wenn andere lächeln und spotten, selbst wenn es durch Leiden und Verfolgung geht.
 

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren