/ Wort zum Tag

Philipper 2,10

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

In dem Namen Jesu sollen sich beugen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.

Philipper 2,10

Auch in der Verkündigung gibt es Trends: In meiner Kinder- und Jugendzeit, wurde uns in vielen Predigten gesagt: „Bekehre dich zu Gott, sonst gehst du ewig verloren. Gott ist ein Richter. Wer nicht zu ihm umkehrt, landet in der Hölle.“ Ich hatte gehörig Respekt vor Gott, fürchtete ihn und war mir trotz Bekehrung oft nicht so ganz sicher, wie er wirklich über mich denkt.

Die Zeiten änderten sich. Die Verkündigung auch. „Gott ist ein Freund“ hieß es einige Jahre später. „Jesus ist Dein Bruder“. „Bei Gott kriegst Du immer eine zweite Chance. Vor ihm brauchst Du  keine Angst zu haben. Auf keinen Fall.“  Die hatten wir dann auch nicht mehr oder wenn nur noch ganz selten.  Jesus wurde zum Kumpel, je länger je mehr auch zum Kumpel, von dem man sich nicht mehr so viel sagen ließ. Eher zum Helfer in Notsituationen, so wie eine Versicherung, die man für alle Fälle hat. Aber nicht mehr zum Herrn, der von mir Gehorsam verlangt.

In Philipper 2,10 wird nun eine ganz andere Seite Jesu betont. Hier wird er nicht mehr nur als Freund der Menschen, als Helfer der Kranken beschrieben. Das alles ist er – Gott sei Dank -  nach wie vor.

Aber nach seiner Auferstehung wurde er von seinem Himmlischen Vater eingesetzt zum Herrn über die Welt, zum König der Völker. Noch ist das nicht offensichtlich, noch können Menschen das auch leugnen. Aber am Ende der Zeiten, da wird es offensichtlich werden. Da wird er sichtbar als König erscheinen.
Da werden alle, wirklich alle, sich vor ihm beugen, die Lebenden und die Toten, die Reichen und die Armen. Allen wird es wie Schuppen von den Augen fallen: Er ist der König und Herrscher über die ganze Welt. Ihm allein sind wir verantwortlich. Ihm allein werden wir Rechenschaft über unser Leben geben.

Ich denke, so sehr ich mich an der Freundlichkeit und Güte Jesu freue, so sehr sollten ich mir  bewusst machen: Er ist nicht irgendjemand, er ist der Herr über die Menschen, er ist auch der Herr über mich. Und deshalb ist es gut, nicht erst irgendwann einmal ihn anzubeten, sondern schon jetzt damit zu beginnen. Ich darf ihn bitten, dazu ermutigt er mich in seinem Wort, ich darf und will ihm danken, denn er hat mir viel Gutes in meinem Leben geschenkt. Aber ich will auch lernen, ihn anzubeten, ihn zu rühmen und zu loben. Ich will es aussprechen, dass er der Herr und König ist. Und er ist auch in meinem Leben Herr, dem ich gehorchen möchte.


Kommentare

Von Jan-Ernst Hoffmann am .

Ja,Herr Eisele,dass ist es,Jesus ist unser Freund aber er ist von Gott hoch erhoben so das sein Name über alle Namen steht.Es tut uns gut Ihn anzubeten Ihn zu preisen und uns Ihm zu offenbahren.Denn am Ende sitzt er mit im Gericht. Danke für ihre klaren Worte

Von Gerhard Schäfer am .

Danke, lieber Br. Eisele, für diese gute Auslegung. Sie gibt der heutigen Debatte um Droh- oder Frohbotschaft eine konkrete Basis! Natürlich hat die Nachricht von der Liebe Gottes, die in Jesus für jeden erfahrbar wird, Vorrang. Aber man darf doch die Konsequenz der Ablehnung des Christus nicht verschweigen! Das "...weraber nicht glaubt, wird verdammt werden!" (Markus 16,16) ist doch Fakt! Ich bin täglich neu froh und dankbar, dass es den ERF gibt. Gott segne Sie und Ihren Dienst.

Von Barbara Burger am .

Dank für die klaren Worte die heute so oft in der Verkündigung fehlen. Oft bleiben Christen heute beim "Kumpel" Jesus stehen.


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