/ Wort zum Tag

Epheser 4,15

Bibelvers

Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.

Epheser 4,15

„Rosch haschana“ heißt der Neujahrstag in Israel. Wörtlich übersetzt bedeutet das: „Kopf“, „Haupt“ des Jahres. Schön, dass das zweite Losungswort des heutigen Neujahrstages klar stellt, wer für Christen das Haupt des Jahres, ja ihres Lebens ist. Im Epheserbrief Kapitel 4, Vers 15 schreibt Paulus: Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus!“

Es ist so wichtig, wer am Jahresanfang bei uns den ersten Platz bekommt. Wenn das Geld, die Gesundheit, das eigene Glück die Hauptsache sind, wird das neue Jahr in Gottes Augen misslingen. Auch der beste Job,  die schönste Reise oder eine glückliche Ehe können uns das nicht geben, was uns Jesus Christus gibt: Vergebung der Schuld, Frieden mit Gott, Hoffnung über den Tod hinaus, Seligkeit. Das hat er uns erworben mit seinem Sterben und Auferstehen an Karfreitag und Ostern. Das empfangen, die ihm die Herrschaft über ihr Leben gaben und ihn das Haupt ihres Lebens sein lassen. Gleichzeitig bekommen sie so die richtige Wachstumsrichtung.

Wer einmal mit einem Boot in eine Tropfsteinhöhle eingefahren ist, hat das vielleicht auch beobachtet: Wo an der Decke ein elektrisches Licht angebracht war, wuchsen Pflanzen in der sonst dunklen Höhle zu diesem Licht hin. Aber diese Pflanzen waren blass und schwächlich, nicht grün und kräftig wie beim Sonnenlicht. Menschliches Licht kann das Leben durchaus ein Stück weit fördern. Aber es bleibt einfach künstlich, unbefriedigend. Wir brauchen das echte, das ewige Licht. Nach ihm müssen und wollen wir uns am Jahresanfang ausstrecken. „Lasst uns wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist: Christus.“

Zwei Dinge sind dabei zu beachten: Wahrhaftigkeit und Liebe und zwar im engen Verbund. Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe. Ohne Wahrheit wird die Liebe verzärtelnd und läppisch, entschuldigt alles und bleibt kraftlos. Und ohne Liebe wird die Wahrheit hart, richtend, verletzend. Die Verbindung von beidem kann ich echt nur von Jesus lernen. Er nennt das Unrecht Sünde und verurteilt den Sünder doch nicht. Da bringen Pharisäer eine Frau zu ihm, im Ehebruch ergriffen. Nach dem Gesetz des Mose steht darauf die Todesstrafe durch Steinigung. Er fordert sie auf: Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Als sich alle davonschleichen, sagt Jesus zu ihr: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr. Das ist wahrhaftig sein in der Liebe: Die sündige Lebensweise wird beim Namen genannt und verurteilt. Gottes Wort und Gebot wird nicht zeitgemäß verändert. Der Sünder aber wird nicht hingerichtet, sondern auf die Liebe Gottes ausgerichtet.

Jesus kann so handeln, eben weil er für unsre Schuld gestorben und von Gott auferweckt ist, dass wir durch den Glauben an ihn neue Menschen werden.

Neue Menschen in einem neuen Jahr, welch ein Angebot, eine Chance. Sie wird ergriffen, wo wir zu Jesus sagen: „Sei mein Herr.“ Sie wird erfahren, wo wir ihn das Haupt unseres Jahres, ja unseres Lebens sein lassen. So lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.

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