/ Wort zum Tag

Römer 15,7

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

Römer 15,7

Wenn das so einfach wäre! Den andern annehmen, der mir mit seinem Gerede auf den Geist geht. Ihn akzeptieren und womöglich noch bejahen, wo er mir doch so unsympathisch ist. Ihn annehmen, obwohl er mich mit seiner Art und seinem Verhalten nervt. Da liegt doch ein  'aus dem Weg gehen'  näher. Ich gebe zu, diese Anweisung gibt mir schon zu kauen. So einfach fällt mir das nicht in den Schoß. Was nun?

Zwei Dinge sind mir bei unserem Wort zum Tag aufgefallen:
1. Hier geht es nicht um einen Befehl, sondern um die Erinnerung an eine Lebenserfahrung. War das Motiv bei Jesus Sympathie für uns, als er uns in die Nachfolge rief? Hat er uns wegen unseren Gaben gesucht? Fiel seine Wahl auf mich aufgrund meines tadellosen Verhaltens? War es nicht vielmehr seine Liebe, die ihn trieb, mich und sie zu erlösen? Sind wir nicht aus Gnade gerettet und eben nicht aufgrund unserer guten Leistung?

Der Apostel Paulus erinnerte damals die Christen in Rom und uns heute daran, dass die Liebe Gottes der Grund unserer Erlösung in Jesus Christus ist. Diese erfahrene Liebe gilt es nun an unseren Nächsten weiter zu geben. Dabei geht es zuerst um die, die mit uns in der Gemeinde leben. Haben wir eine solche Ermahnung nötig? Ich denke schon. Es geht ja unter uns frommen Leuten leider nicht immer lieb zu. Auch bei uns passieren Fehler und Verletzungen. Nicht immer sind nur die Anderen daran schuld. Auch ich kenne Versagen und Schuld.

Wie oft benötige ich selber die Vergebung für das lieblos dahin gesagte Wort, für die verletzende Geste. Was wäre nun, wenn es für uns keine Chance mehr gäbe? Keine Möglichkeit der Umkehr? Keine Vergebung? Den andern annehmen heißt also nichts anderes als, „Mach es doch wie Jesus mit dir!“ vergib dem andern so oft, wie Jesus dir vergibt.

Dabei ist mir noch ein zweites aufgefallen: Das ist der Weg um Gottes Lob in meiner Umgebung weiter zu geben. Wenn ich es mir genau überlege zeigt hier der Apostel einen einfachen Weg auf, wie jeder von uns, an seinem Platz, Gott loben kann. Dazu bedarf es keiner langen Predigt, sondern nur der einfachen Worte: "Vergib mir". Manchmal genügt ein Händedruck, mit dem wir dem andern signalisieren, es ist wieder gut. Wir sollen etwas sein "zum Lob seiner Herrlichkeit" (Epheser 1,12), erinnert uns der Apostel an einer anderen Stelle. Hier zeigt er einen einfachen, für alle gangbaren Weg. Gehen sie heute mit mir den ersten Schritt. Ich bin davon überzeugt: Es lohnt sich.


Kommentare

Von Gebhardt Ingolstadt am .

Vertrautes wieder neu gehört, wir haben die Andacht im Comp.angehört., danke, Wilhelm und Marianne


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