/ Wort zum Tag

Psalm 23,2-3

Bibelvers

Er weidet mich auf einer grünen Aue. Er führt mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele.

Psalm 23,2-3

Neulich suchte ich in einem Antiquariat die Lebensbeschreibung des bekannten Georg Müller. Der war ja ein toller Mann des Glaubens. Für den kann ich mich begeistern. Wie er beten konnte, um seine große Arbeit unter Waisenkindern zu finanzieren. Endlich fand ich eine alte Ausgabe über sein Leben. Und vorne stand eine persönliche Widmung. Genau vor 100 Jahren hat da einer namens Gustav dieses Buch seinem Hermann gewidmet. Und er schrieb dazu: „Jesus wohnt bei denen, die zerbrochnen Herzens sind“. Und: „Die Kraft von Jesus vollendet sich in deiner Schwachheit.“ Das war ja auch bei diesem Georg Müller so. Gar nicht besonders stark war er, sondern extrem schwach. Darum vertraute er sich völlig Jesus an. Darum hat Georg Müller so zuversichtlich gebetet.

Dann ist es auch bei uns keine Schande, ganz offen seine Schwächen, ja seine völlige Hilflosigkeit einzugestehen. Die Nöte und Probleme sind an manchen Tagen übermächtig. Auch Jesusleute, werden krank, haben Misserfolg im Beruf und erleben Nöte in der Familie.
Darum können wir nicht mehr ohne Jesus. Wir wissen, Jesus kann alles in Segen wandeln. Genau so sagt es David im 23.Psalm. Dreimal weist er darauf hin, was der Herr tut: „Er weidet mich auf einer grünen Aue. Er führt mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele.“ Was auch geschieht, Jesus hat seine Hand dabei. Das macht mich ruhig, zuversichtlich, ja fröhlich und voller Hoffnung.

Ich sehe den mutigen Naturburschen David vor mir. Aber allein wird er mit seinem Leben nicht fertig. Damals, als er aus Bethlehem in die glutheiße Wüste Juda fliehen musste. Völlig zu unrecht wurde er vom König verfolgt. Wo er hinschaut, nur riesige Felswände, Geröll, heißer Boden und kein Wasser…

Das wäre furchtbar, ja hoffnungslos, wenn wir allein den Lebenskampf zu bestehen hätten. Wenn ich allein mit den Widrigkeiten meines Lebens fertig werden müsste. Mit dem Unrecht, das mir widerfährt. Mit den Krankheiten und Beschwerden heute. Mit Sorgen und Ängsten.

Darum ist das so wichtig, dass er – der Herr – mein Hirte ist. Können Sie das nachsprechen? Gilt das bei Ihnen, dass er Sie nach seinem Rat und seinem Gutdünken führt? Tatsächlich hat Jesus heute köstliche Erquickungen für uns bereit. An seinen Wasserquellen darf man trinken und sich sättigen. Und er richtet die niedergeschlagene und schwermütige Seele auf.

Neulich bin ich wieder auf das wunderbare Lied gestoßen, das unseren christlichen Glauben einfach zusammenfasst:
Weil ich Jesu Schäflein bin, freu' ich mich nur immerhin
über meinen guten Hirten, der mich wohl weiss zu bewirten,
Der mich liebet, der mich kennt und bei meinem Namen nennt.
Unter seinem sanften Stab geh' ich aus und ein und hab'
unaussprechlich süße Weide, daß ich keinen Mangel leide;
und sooft ich durstig bin, führt er mich zum Brunnquell hin.
Sollt' ich denn nicht fröhlich sein, ich beglücktes Schäfelein?
Denn nach diesen schönen Tagen werd' ich endlich heimgetragen
in des Hirten Arm und Schoß: Amen, ja mein Glück ist groß!

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