/ Wort zum Tag

Jesaja 53,12

Das Jesajabuch wurde viele Jahrhunderte vor Christus geschrieben. Und trotzdem haben Christen diesen Bibelvers immer wie selbstverständlich auf Karfreitag bezogen. Sie haben den Vers im Zusammenhang des 53. Kapitels des Jesajabuchs gelesen. An vielen Stellen wird darin auf das Leiden und Sterben des Knechtes Gottes angespielt. Für die Christen war das ein ganz deutliches Zeichen: der Prophet sagt hier etwas vorher, was er selber nicht völlig in seine Zeit einordnen kann. Und daher ist Jesaja 53 für Christen das prominenteste Kapitel des Alten Testaments. Darin ist stärker als anderswo vom Leiden und Sterben von Jesus Christus die Rede.
Hier wird beschrieben, wie ihn die Menschen verachtet haben, als er gefoltert wurde. Sie meinen: Soll das Gottes Sohn sein, wenn er so verletzt werden kann und leiden muss? Da steht in Vers 3:
„Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.“

Und es wird im Buch Jesaja auch schon vorausgesagt, was das Leiden von Jesus Christus für uns bedeutet. So lesen wir in den folgenden Versen:
„Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“

Jesus litt für uns und an unserer Stelle, als er gefoltert wurde und dann am Kreuz hing. Eigentlich hätten wir eine zeitliche und ewige Strafe verdient. Wir sind es nicht wert, in ewiger Gemeinschaft mit Gott zu leben. Aber Jesus hat das, was uns von Gott trennt, weggenommen. Er trägt die Strafe für unsere Sünden. Jesaja vergleicht das stellvertretende Leiden von Jesus mit dem Leiden eines Schafes, das geschoren werden soll oder geschlachtet werden soll. Sogar das Begräbnis von Jesus wurde schon im voraus erwähnt.

Jesus Christus ist von den Toten auferstanden, er lebt und regiert in Ewigkeit mit Gott Vater im Himmel. Menschen kommen zum Glauben an ihn, sie werden vor Gott gerecht, auch wenn sie nicht aus dem Volk der Juden stammen. Das neue Leben von Jesus nach seiner Auferstehung wird auch schon in Jesaja 53 angedeutet: „Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.“

Er hat für die Übeltäter gebeten. Jesus hat an erster Stelle für die Menschen gebetet, die ihm nach seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane Unrecht getan habe: Für die Hohenpriester der Juden, für ihre Mitarbeiter, für den römischen Provinzchef Pilatus und für den jüdischen Vasallenkönig von Roms Gnaden Herodes. Er hat für die Menschen gebeten, die ihn gefoltert, blutig geschlagen und mit Spott und Hohn nach Golgatha getrieben haben. Für die Soldaten, die ihn kreuzigten hat er gebetet. Für die beiden Verbrecher, die man links und rechts von ihm an Kreuze genagelt hat, hat er gebetet, und einer hat an ihn als den Sohn Gottes geglaubt. Und er hat für die ganze Welt gebetet, auch für uns. Denn unsere Sünde hat ihn ans Kreuz gebracht und für unsere Schuld ist er stellvertretend gestorben. Ich will ihm dafür heute im Gebet danken.

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