/ Wort zum Tag

1. Korinther 4,7

Bibelvers

Was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich dann, als hättest du es nicht empfangen?

1. Korinther 4,7

Da habe ich eine Sache so richtig gut gemacht. Ich bekomme auch viel Lob und Anerkennung dafür. Ich bin zufrieden und freue mich sehr. Besonders schwierig wird es dann beim Lob für eine gute Predigt oder die Jungscharstunde. Muss ich jetzt nicht schnell entschuldigend sagen, ja, aber es war doch eigentlich der Heilige Geist? Mir steht das Lob nicht zu. Ich kenne Christen die immer so reagieren und die sehen auch oft so aus. Alle Freude ist nur gebremst möglich. Bremsen Sie einmal Freude. Wie fühlt sich das an? Jawohl, ganz richtig, es wird dann alles nur Krampf. Ich will hier ganz offen gestehen, ich freue mich über jedes echt gemeinte Lob. Ich freue mich wenn mir eine Predigt gelungen ist und Leute das auch noch gemerkt haben. Wir Menschen brauchen es, gelobt zu werden. Das ist auch gut so. Aber sagt Paulus nicht genau das Gegenteil hier im Brief an die Korinther? Paulus sagt hier gar nichts über das Loben. Er spricht vom Rühmen. Hier geht es ums Prahlen um Überheblichkeit. Darum, das man besser ist als der oder die Andere. Paulus sagt gleichsam, bleib auf dem Teppich, hebe nicht ab. Wir alle sind beschenkte. Alles was wir sind und haben kommt von Gott. Er hat uns gemacht und auch begabt. An uns liegt es nun diese Gaben auszubauen und einzusetzen. Und wenn wir das tun, dann darf man uns auch dafür loben.

Paulus spricht hier gegen eine Haltung, die sich so gibt, als wäre alles unser Verdienst. Wichtig ist es immer zu wissen, wem ich alles zu verdanken habe. Das gibt mir auch eine große Freiheit. Die letzte Verantwortung liegt dann nicht bei mir. Wenn ich die guten Gaben Gottes nicht richtig nutze, bin ich natürlich dafür verantwortlich. Das hat uns ja Jesus ganz deutlich gezeigt in seiner Geschichte mit den Verwaltern. In dieser Geschichte lobt Jesus auch die treuen Verwalter und tadelt den, der seine Gaben vergraben hat.

Ich freue mich an den guten Gaben, die Gott mir gegeben hat. Ich setzte sie gerne ein. Ich weiß auch, dass es Geschenke sind die Gott mir macht. Ich freue mich aber auch darüber, dass ich mit diesen Geschenken wieder Gutes bewirken kann. Wenn Menschen in meiner Umgebung das merken und davon profitieren, dann freut mich das sehr. Wenn Menschen mir dafür danken, dass ich ihnen weitergeholfen habe, dann nehme ich diesen Dank gerne an. Meine innere Haltung ist dazu wichtig. So verstehe ich auch Paulus hier. Ich weiß ganz tief in mir, dass alles von Gott kommt. Jeder Atemzug ist sein Geschenk an mich.

Immer wieder kommt es auch vor, dass ich mir von Gott etwas wünsche. Ich bitte ihn um Weisheit oder um gute Gedanken. Ich bitte ihn auch um Gesundheit und Kraft. Ich weiß, dass alle Weisheit Gottes in Jesus liegt. Ich weiß, dass alle Kraft Gottes, Kraft des Heiligen Geistes ist. Und ich bete: „Heile du mich Herr, so werde ich heil.“ Dann erlebe ich, dass Gott meine Gebete erhört. Er schenkt mir ein neue Einsicht im Gespräch mit anderen Menschen oder auch durch eine Predigt, ein Buch oder einen Film. Er schenkt mir Kraft und Gesundheit durch Ärzte die richtige Diagnosen stellen, durch gute Medikamente, durch gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung. Er erfrischt meinen Geist, durch sein gutes Wort, durch Musik und Lieder, durch Gespräche mit anderen Menschen und durch Gespräche mit ihm.

All das sind seine Geschenke an mich. Ich habe allen Grund dafür ihn zu rühmen und nicht mich. Ihm gehört mein Lob.

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