/ Wort zum Tag

Apostelgeschichte 4,29

Bibelvers

Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort.

Apostelgeschichte 4,29

„Sie kommen zurück! Nein, das gibt es doch nicht!“ Die Männer und Frauen im Haus konnten es erst gar nicht glauben, wer da vor der Tür stand: Petrus und Johannes waren wieder da! Gestern Abend hatte sie die Nachricht wie ein Schlag getroffen: Petrus und Johannes im Gefängnis! Und das nur, weil sie einen Gelähmten geheilt und im Tempel von Jesus erzählt hatten. Und heute waren sie schon wieder auf freiem Fuß! Gott sei dank – war alles noch einmal gut ausgegangen. Doch Petrus und Johannes waren besorgt: Man hatte ihnen strengstens verboten, weiter von Jesus zu erzählen. Man hatte sie sogar bedroht. Alle zusammen beteten sie und lobten Gott. Im Vertrauen auf die Größe Gottes schlossen sie am Ende mit einer Bitte: „Und nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort; strecke deine Hand aus, daß Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.“

Auch wenn wir heute selten solch aufregende Zeiten erleben wie die ersten Christen damals, ist und bleibt diese Bitte aktuell. Denn an der Botschaft, an dem Wort, das wir zu sagen haben, hat sich ja nichts geändert. Es ist immer noch die beste Botschaft der Welt: Dass Jesus für uns Menschen gestorben ist, lebt und wiederkommen wird, das muss unter die Leute. Das müssen die Nachbarn hören, die Verkäuferin an der Kasse, die Arbeitskollegen … Deshalb sollen wir auch heute noch bitten: „Gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort!“ An diese Bitte haben die ersten Christen eine Erwartung geknüpft: Für sie war es selbstverständlich, dass dort, wo von Jesus gesprochen wird, auch Heilungen, Zeichen und Wunder geschehen. Auf diese Weise wurden die Worte quasi von Gott beglaubigt. Petrus und Johannes hatten einen Gelähmten geheilt und anschließend im Tempel das Evangelium verkündet. Deswegen hatten ihnen so viele Leute überhaupt zugehört. Auch wir dürfen darauf hoffen und dafür beten, dass Gott auch in unserem Leben Heilungen, Zeichen und Wunder geschehen lässt. Vielleicht nicht so spektakulär wie damals. Aber dass einzelne Dinge in unserem Leben heil werden, Beziehungen sich verändern, wir Zuversicht ausstrahlen.

Kaum hatten die ersten Christen das Gebet damals fertig gesprochen, da gab es auch schon eine Antwort: Die Erde bebte und „sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“ So schnell kann es manchmal gehen. Ich weiß nicht, wie Gott heute unsere Bitte erhören wird, aber ich bin mir sicher, dass er es tut. Wir müssen uns deswegen jetzt nicht in aller Eile mit Traktaten oder geistlichen Gesetzen hochrüsten, bevor wir aus dem Haus gehen, sondern einfach mit wachen Augen und Ohren durchs Leben gehen. So wie Petrus und Johannes damals zum Nachmittagsgebet in den Tempel gegangen waren. Sie sahen den Bettler an der Pforte sitzen, nahmen ihn wahr. Und der sprach sie an. Petrus antwortete und so kam die ganze Geschichte ins Rollen. Weil ein Christ den Mut hatte, Farbe zu bekennen.
Lassen Sie uns doch auch mit einer solchen Einstellung heute in unseren Alltag gehen. Und vielleicht noch einmal ganz bewusst die Bitte der ersten Christen zu unserem Gebet machen. Lassen Sie uns dabei auch besonders an unsere Schwestern und Brüder im Glauben denken, die handfest bedroht werden:

„Und nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort!“
 

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